Wien bekommt eine neue Zeitung, weil: "Was kann schon schiefgehen?"

Elisabeth Hundstorfer trotzt der Krise und bringt dieser Tage mit "Der Achte" ein neues Lokalmedium für die Josefstadt heraus.

"Bleib in der Josefstadt": was noch bis Mitte März nicht "mehr" als ein griffiges Motto für ein neues lokales Wiener Zeitungsformat war, wurde in den vergangenen zwei Wochen für die 25.500 Josefstädterinnen und Josefstädter, die in Wiens kleinstem Stadtteil leben, virusbedingt plötzlich das Gebot der Stunde. Aus einer ironischen Einladung war eine staatliche Anweisung geworden.

"Deine Stadt e.U." soll das Leben unterhaltsamer machen. Vor allem für die Menschen in der Josefstadt selbst und darüber hinaus für ihre Gäste. Sie soll auch die Wirtschaft, den Zusammenhalt und die funktionierende "Dorfgemeinschaft" im Achten fördern. Das ist der Wunsch von "Deine Stadt e.U."-Gründerin und der Achte-Chefredakteurin Elisabeth Hundstorfer. Sie hat nicht nur viele Jahre Erfahrung mit der Konzeption und Leitung von Veranstaltungsmagazinen, sondern auch einige Monate Arbeit und sorgfältige Planung gemeinsam mit Art-Direktorin Klara Keresztes in das neue Medium gesteckt. "Was kann schon schiefgehen? Warum nicht die Firmengründung auf Freitag, den 13.
legen?", dachten sich die beiden Damen und ließen diesen Worten Taten folgen. 

"Was kann schon schiefgehen?"

Ende März erscheint die erste Ausgabe von der Achte. Interessante Berichte über Künstler, die nicht auftreten, folgen auf Artikel über ein Literaturbeisl, welches geschlossen hat und Ausstellungen, die man nicht sehen kann. Aufschlussreiches steht über Theaterstücke, die nicht gespielt werden und Kinderprogramme, die niemand besuchen kann. Also, was kann schon schiefgehen?

"Gerade jetzt ist es wichtig, unsere Künstler zu unterstützen und ihre Arbeit sichtbar zu machen. Auch über die lokale Wirtschaft wird laufend berichtet. Wir halten jetzt zusammen, um gemeinsam die Corona Krise zu meistern," zeigt sich Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert erfreut über die neue Kulturzeitung. Kurz vor Drucklegung kamen mit den steigenden Zahlen von Corona-Infizierten die Zweifel: "Wäre es nicht besser alles auf Eis zu legen? Nein, weitermachen!". Nach dieser Devise wird Elisabeth Hundstorfer, die passenderweise auch an einem Freitag den 13. geboren wurde, nun Lesestoff frei Haus aus dem Achten in den Achten liefern. Nur ist das Motto jetzt eben: "Nix is fix!". "Was kann da
schon schiefgehen?", meint die Neo-Medienmacherin mit einem Augenzwinkern. (rb)

www.derachte.at

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