eAward 2020: Österreichs beste Digitalisierungsprojekte ausgezeichnet

15 Projekte in sieben Kategorien wurden bei der Verleihung des IT-Wirtschaftspreises im T-Center in Wien auf die Bühne geholt.

Die Siegerinnen und Sieger des "eAward 2020" stehen fest. Am Mittwochabend wurden im T-Center in Wien die wirtschaftlichsten, kundenfreundlichsten und innovativsten IT-Projekte aus Österreich ausgezeichnet. Gastgeberin Katharina Proske, Head of Strategic Public Business, T-Systems Alpine Region, begrüßte gemeinsam mit Martin Szelgrad, Report Verlag, über 200 Gäste. Nominiert waren 44 Projekte in den sieben Kategorien "Arbeitsplatz und Organisation", "Aus- und Weiterbildung", "Industrie 4.0", "E-Government", "Gewerbe und Tourismus", "Smart City und Infrastruktur" und "Soziale Verantwortung". Ein Sonderpreis wurde für "Barrierefreiheit in der IT" überreicht.

"Unternehmen müssen sich heute mehr denn je mit neuen Technologien auseinandersetzen und diese in ihrer Digitalisierungsstrategie berücksichtigen. T-Systems unterstützt bereits seit neun Jahren den 'eAward', da dieser IT-Wirtschaftspreis in beeindruckender Form zeigt, in welcher Bandbreite Österreichs Unternehmen oft auch gemeinsam mit Start-ups, technologische Innovationen entwickeln und umsetzen", gratulierte Proske den Preisträgern.

Die diesjährigen Gewinner

In der Kategorie "Arbeitsplatz und Organisation" durfte sich die ÖBB-Postbus GmbH mit dem Projekt "Bus-Inspektion mit Assisted Reality Smart Glass Lösung" über den Kategoriesieg freuen. Bei ÖBB Postbus wird seit Mai 2019 die technische Abnahme der Busse – jährlich bis zu 280 Fahrzeuge – mit Smart Glasses mit Assisted-Reality-Funktionen durchgeführt. Die Busse werden mittels Sprachsteuerung durch Techniker inspiziert und Mängel über Audio, Fotos oder Video erfasst. Die Ergebnisse des digitalen Abnahmeprozesses sind deutliche Zeitersparnis und Effizienzsteigerung. Eine Auszeichnung in dieser Kategorie gab es für die Ondewo GmbH mit dem Projekt "Ondewu NLU AI Platform". 

Den Kategoriesieg bei "Aus- und Weiterbildung" holte sich DNA Educations mit dem Projekt Mathago.at. Mathago.at bietet einen Streamingdienst mit fast 6.000 Videos zu allen offiziellen Matura- und Kompensationsprüfungen sowie allen Beispielen aus dem offiziellen Aufgabenpool. Fachliche Unterstützung gibt es auch für GeoGebra und Taschenrechner. Inkludiert sind der Support über WhatsApp, ein Instagram-Account und mehr als 350 YouTube-Videos. Die Auszeichnung in dieser Kategorie ging an die CodeFlügel GmbH, die Siemens AG und Jentzsch Medien GmbH für das Projekt "Siemens Safety Projekt".

Die Kategorie "Industrie 4.0" konnten die LieberLieber Software GmbH und AIT Austrian Institut of Technology GmbH mit dem Projekt "Threatget – Ein neues Cyber Security Management System" für sich entscheiden. Mit der Einführung der europäischen Sicherheitsrichtlinie nach "ECE Level" wird Fahrzeugherstellern vorgeschrieben, die Cybersicherheit ihrer Fahrzeugsysteme nachweislich zu überprüfen. "Threatget" überprüft automatisch Cyber-Sicherheits-Bedrohungen sowie Schwachstellen und schlägt entsprechende Lösungsansätze für das Systemdesign vor. Es unterstützt EntwicklerInnen dabei, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und die damit einhergehenden Risiken rasch abzuschätzen. Eine Auszeichnung gab es hingegen für die eguana GmbH mit dem Projekt "eguana Scales – Datenmanagement im Spezialtiefbau".

In der Kategorie "E-Government"  gab es mit der Stadtgemeinde Scheibbs und dem Bundesrechenzentrum (BRZ) mit dem Projekt "Brückenbau-Projekt in Scheibbs: Elektronische Abstimmung mittels virtueller Realität" sowie dem AIT und dem Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung mit dem Projekt "Public Safety Hub" gleich zwei Kategoriesieger. 

Die FoodNotify GmbH setzte sich in der Kategorie "Gewerbe und Tourismus" mit dem Projekt "Warenwirtschafts-Plattform für die Gastronomie und Hotellerie" gegen die Konkurrenz durch. FoodNotify hat das bislang umfangreichste Produkt- und Lebensmittel-Verzeichnis für den Gastronomiesektor aufgebaut. Die Datenbank umfasst über 1,5 Millionen Daten zu Allergenen, Nährwerten, Verpackungsgrößen, Preisen und Herkunft. Die Warenwirtschaftsplattform unterstützt beim Lagermanagement, bei Einkauf und Bestellungen, Rezept-Kalkulation und Allergenkennzeichnung, beim Erstellen von Speisekarten, in der Buchhaltung und vielem mehr. Die Auszeichnung in dieser Kategorie ging an die feratel media technologies AG für die Concierge App "PIA, Personal Interest's Assistant".

In der Kategorie "Smart City und Infrastruktur" heißt der Sieger Wien Kanal mit dem Projekt "Vom 3. Mann ins 3. Jahrtausend: Innovatives Regenwassermanagement". Eine halbe Milliarde Liter Abwasser transportiert das Kanalsystem Wiens pro Tag zur Hauptkläranlage in Simmering. Mit einem flächendeckenden Leitsystem steuert und überwacht Wien Kanal das Kanalnetz. Mit der ausgeklügelten Hard- und Software – etwa 40.000 Datenpunkte in den Anlagen – werden Kanäle im Leitsystem abgebildet und Pegelstände, Durchflussmengen und weitere Informationen aus Wiens Unterwelt in Echtzeit übertragen. Die Auszeichnung heimsten das Amt der OÖ Landesregierung und das Ingenieurstudio Hollaus für das Projekt "VIRUS – Virtueller Rundgang für Sicherheit" ein.

Das Projekt erstellt virtuelle Rundgänge für Einsatzkräfte und setzt in punkto Sicherheit völlig neue Maßstäbe. Einsatzkräfte erhalten alle relevanten Informationen – wann, wie und wo sie benötigt werden. Hierbei können die Daten für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten entsprechend visualisiert, geschaltet und überlagert werden. Eine Nutzung von Virtual Reality und Mixed Reality im Training sowie im Ernstfall ist ebenfalls möglich.

Den Sieg in der Kategorie "Soziale Verantwortung" holte sich das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser für das Projekt "Emotionale Zeitreise – Virtual Reality". Auch demenziell und mobil beeinträchtigte Menschen wollen Glücksmomente und Freude erleben. Das Team der Wiener Pensionisten-Wohnhäuser setzt eine VR-Brille ein, um mit biografie-bezogenen, virtuellen Realitäten auf die Bedürfnisse der Bewohner einzugehen. Beispielsweise werden mit 360-Grad-Aufnahmen von bekannten Orten positive Emotionen geweckt, die Lebensqualität erhöht und der Krankheitsverlauf verlangsamt. Die Auszeichnung in der Kategorie "Soziale Verantwortung" ging an das Projekt "ARCHES – Accessible Ressources for Cultural Heritage EcoSystems", an dem VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH, University of Bath, The Wallace Collection, The Open University, Museo de Bellas Artes de Asturias, Museo Lázaro Galdiano, Kunsthistorisches Museum Wien, Coprix Media, Signtime, ArteConTacto, Museo Thyssen Bornemisza sowie Victoria & Albert Museum beteiligt sind.

Barrierefreiheit als Grundkonzept der Fabasoft Cloud

 Der Sonderpreis "Barrierefreiheit in der IT" wurde an Fabasoft für das Projekt "Barrierefreie Fabasoft Cloud" überreicht. Barrierefreiheit ist ein Grundkonzept der Fabasoft Cloud, deren Oberfläche einfach und mit 22 Sprachen bedienbar ist. Menschen mit Beeinträchtigungen werden bei der Eingabe und bei der Darstellung von Inhalten unterstützt – auch etwa mit Screenreadern. Im Oktober 2019 wurde die Fabasoft Cloud als erste Web-Applikation von der Österreichischen Computer Gesellschaft mit dem WACA-Zertifikat in der Stufe Silber ausgezeichnet. (as)

Wer beim diesjährigen eAward alles mit dabei war, sehen Sie hier.

www.report.at/award

Über den eAward

Der eAward findet jährlich seit 2005 statt und ist einer der größten IT-Wirtschaftspreise in Österreich. Bei bislang 60 Galaveranstaltungen in allen Bundesländern wurden über 1.300 Projekte nominiert und davon mehr als 400 Projekte ausgezeichnet.

Im Fokus stehen Themen und Projekte, die den technologischen Wandel unserer Gesellschaft, der Wirtschaft und der Verwaltung besonders gut zeigen. Partner des eAward sind T-Systems, BearingPoint, der Verband Österreichischer Software Industrie (VÖSI), MP2 IT-Solutions, NTT und die Plattform Digitales Österreich.

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