ÖWA-Plus: "Alles mobil oder was?"

| 03.10.2019

Aktuelle Studie zeigt: die Mediennutzung verlagert sich immer klarer auf mobile. Vor allem Web-Angebote der Print-Medienhäuser gewinnen stark.

Die letzte Print-Bastion verfällt mehr und mehr dem Werben des WorldWideWeb: wie die am Donnerstag veröffentlichte Studie ÖWA Plus 2019-II Zeugnis ablegt, ist die Zahl der Internetsurfer allein in einem halben Jahr um weitere 200.000 Menschen angewachsen. 93,2 Prozent der Bevölkerung surfen inzwischen im Internet. Zum Vergleich: bei der letzten ÖWA-Erhebung lag dieser Wert bei 92,5 Prozent.

Spannender noch als der rasante Anstieg der Web-User ist der Wandel in des Zugangs zur Internetnutzung per se: mit einem Rückgang von 5,3 Prozent im letzten Halbjahr surfen nur noch 13,4 Prozent der User surfen ausschließlich stationär, also nur vorm PC.

Wenn schon mobile, denn schon mobile

"Wenn schon mobile, denn schon mobile" also, mittlerweile sind wir überall mobil unterwegs: sei es vom Smartphone oder Tablet bis zum Laptop. Aber auch das Surfverhalten per se wird immer mobiler. Das untermalen die Zahlen deutlich, denn zum allerersten Mal ist nun in einer ÖWA-Plus-Untersuchung der Anteil der Internetnutzung daheim gesunken: der Anteil schrumpfte um einen Prozentpunkt von 95,4 Prozent auf 94,4 Prozent. 

Messenger statt Mail

Die Nutzung unterwegs, am Arbeitsplatz, bei Freunden und Bekannten sowie an Schule und Universität stieg teilweise frappant. Nutzungsarten und Nutzerinteressen zeigen sich relativ stabil, bis auf eine Ausnahme: Das Abrufen von Mails im Web hat deutlich abgenommen, während in ungefähr gleichem Maß die Nutzung von Messengerdiensten zugenommen hat.

orf.at, willhaben, krone.at und standard.at mit Top-Reichweiten – Kurier-Seiten mit hohen Zugewinnen

Auch bei den unterschiedlichen Web-Angeboten hat sich in nur einem halben Jahr einiges bewegt, wenngleich auf den ersten Blick vieles gleich scheint: Spitzenreiter sind bei den Einzelangeboten nach wie vor Medien-bzw. Nachrichtenportale, allen voran orf.at 55,6 Prozent, dicht gefolgt vom Online-Marktplatz willhaben.at mit 55,3 Prozent und krone.at mit 42,1 und dem standard.at mit 37,8 Prozent. Auch der Kurier erreicht mit seinen gesammelten Online-Angeboten ( dazu gehören kurier.at, futurezone.at, film.atevents.at und motor.at. Neu dabei und noch nicht ausgewiesen sind: k.atimmmo.at und bazar.at.) bereits 35,3 Prozent des österreichischen Online-Publikums monatlich.

"Wir freuen uns über den großen Zugewinn an Lesern für kurier.at ( 30,2 Prozent Reichweite, plus 283.000 Leser monatlich) und verstehen das als Bestätigung für Qualität und Ausrichtung der Kurier Redaktion", so Martina Salomon, Chefredakteurin des Kurier und ergänzt: "Ein schöner Erfolg, der auch durch die konsequente Zusammenlegung der Redaktionen aus Print und Online möglich wurde.“

Starker ORF und Zuwächse für Online-Präsenzen der Printmedien

Das News-Portal des Öffentlich-Rechtlichen kommt auf exakt denselben Wert wie im vorigen Jahr und konnte damit seine Position stabil halten und auch neue Rekordwerte verbuchen: so nutzen täglich 1,084 Millionen Userinnen und User Onlineangebot des ORF, auch bei der Monats- und Wochenreichweite erzielt das orf.at-Network mit 3,957 Millionen bzw. 2,511 Millionen Nutzerinnen und Nutzern neue Höchstwerte. Die ORF-TVthek verzeichnet laut ÖWA aktuell mit monatlich 1,694 Millionen Userinnen und Usern ebenfalls einen neuen Rekord.

"Ich freue mich über unseren Erfolg, mit den ORF-Online-Angeboten Millionen Österreicherinnen und Österreicher zu erreichen. Das zeigt, dass wir mit verlässlicher, aktueller Information und zahlreichen regionalen Angeboten nicht nur in Radio und Fernsehen, sondern auch online die Nummer eins beim Publikum sind, wie dies nur wenigen Öffentlich-Rechtlichen in Europa gelingt", so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz.

Aber nicht nur der ORF, auch die Web-Auftritte der heimischen Printmedien konnten teils deutlich zulegen: krone.at etwa ist um 3,8 Prozentpunkte gewachsen, derstandard.at konnte um 3,1 und Fellnkonnte im ausgewiesenen Zeitraum sogar um 26,2 Prozent wachsen.

Die Ergebnisse der aktuellen ÖWA-Plus Studie im Detail finden Sie hier. (rb)

www.oewa.at

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