Chiphersteller AMS schluckt den deutschen Lichttechnikkonzern Osram

Größte Übernahme durch einen österreichischen Konzern in der Geschichte.

Grünes Licht für die Übernahme des deutschen Lichttechnikkonzerns Osram durch den steirischen Sensorhersteller AMS: Osram empfahl seinen Aktionären trotz Bedenken das 4,3 Milliarden Euro Angebot von AMS anzunehmen. "Die finanzielle Attraktivität des Offerts war dabei höher zu gewichten als Kritikpunkte", teilte das deutsche Unternehmen am Montag mit.

AMS kündigte unterdessen an, Ende Oktober eine außerordentliche Hauptversammlung für die Osram-Übernahme abzuhalten. Dabei soll die Aktienemission in Höhe von 1,5 Milliarden Euro genehmigt werden. Diese soll einen Teil der Übernahmekosten finanzieren. AMS überbietet mit 38,50 Euro je Aktie die US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle, die den Aktionären 35 Euro zahlen wollen. Beide Angebote laufen bis 1. Oktober.

Während der Vorstand und sieben der zwölf Aufsichtsratsmitglieder von Osram ihre Bedenken gegen AMS hintanstellten, stimmten fünf Arbeitnehmervertreter gegen AMS. Osram äußerte auch die Befürchtung, dass AMS mit einer Integration des dreimal so großen deutschen Konzerns scheitern könnte. AMS setzte im vergangenen Jahr 1,4 Milliarden Euro um, Osram mehr als vier Milliarden. (red)

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