Online-Information nimmt zu, Autokauf selbst findet beim Fahrzeughändler statt

Wiener Fahrzeughandel-Obmann präsentierte neueste Umfrage zum PKW-Informations- und Kaufverhalten der Österreicher.

Burkhard Ernst – Chef der Rainer-Gruppe und Obmann des Wiener Fahrzeughandels sowie des Vereins "Mein Auto" – präsentierte am Dienstag die neueste Umfrage zum PKW-Informations- und Kaufverhalten der Österreicher. "Geht es um die Frage ob stationärer Handel oder Online-Handel ist die Antwort kein Entweder-oder, sondern vielmehr ein Sowohl-als-auch", so Ernst. "Die Umfrage zeigt nämlich eines ganz klar: Je konkreter der Autokauf wird, umso mehr setzen Kunden auf persönlichen Kontakt, persönliche Beratung und persönlichen Service."

Gemeinsam mit dem OGM Institut in Wien wurde eine Online-Befragung von 1.000 Österreicherinnen und Österreichern, die einen PKW im Haushalt besitzen oder eine Anschaffung in diesem Jahr planen, durchgeführt. Auch Wolfgang Bachmayer, Geschäftsführer des OGM-Instituts bestätigt: "80 bis nahezu 100 Prozent der PKW-Käufer informieren sich online, aber der Kauf wird nach wie vor größtenteils beim Fachhandel getätigt. Vertrauen und Nähe sind hier auschlaggebend, vor allem für Ältere und im ländlichen Bereich."

Traditionelles Verhalten bei den Älteren

Traditionelles Verhalten, bei dem sowohl Information als auch Kauf beim Fachhandel stattfinden, ist vor allem in der Altersgruppe 50+ zu erkennen (43 Prozent). Online informieren und online kaufen kommt derzeit für lediglich ca. 13 Prozent der Österreicher in Frage.

Wolfgang Bachmayer ergänzt hierzu jedoch: "Aber auch wenn Online-Käufe noch nicht so häufig sind, der Autohandel muss sich mehr auf diesen kommenden Vertriebsweg einstellen." Die Hauptmotive für den Online-Kauf seien dabei der niedrigere Preis und die höhere Auswahl an Fahrzeugen. Hier sieht auch Burkhard Ernst eine zentrale Herausforderung für die Zukunft des Fahrzeughandels: "Das Autohaus wird sich nicht durch den Preis vom Online-Mitbewerber absetzen können. Sehr wohl aber durch Qualität, Service und Kundenbindung. Diese Aspekte gilt es zukünftig noch stärker als Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Online-Handel zu realisieren."

Kaufabsicht bei E-Autos sehr gering

Im Rahmen der Umfrage wurde auch das Kaufverhalten von E-Autos abgefragt. Nur für zwei Prozent der Befragten ist der Kauf eines E-Autos derzeit fix, weitere fünf Prozent gaben an, dass ein Kauf "wahrscheinlich" sei. "Hier zeigt sich, dass E-Autos zwar ein großes Medienthema sind, die Kaufabsicht jedoch sehr gering ist," so Ernst.

Für Fahrzeughändler gilt es, laut Ernst, in Zukunft vor allem eine sinnvolle Verzahnung der Online- und Offlinewelt zu finden. Digitalisierung und Internet bieten eine große Chance, da sich neue Wege zum Kunden eröffnen und Verkaufs- und Serviceprozesse optimiert werden können. "Wir von der Wirtschaftskammer Wien sehen es daher auch als unsere Aufgabe im Sinne einer aktiven Interessenvertretung, Fahrzeughändler in diesem Transformationsprozess bestmöglich zu unterstützen, hält der Landesgremialobmann des Wiener Fahrzeughandels abschließend fest. (as)

Bilder von der Präsentation der Studie finden Sie hier.

www.ogm.at

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