"Die Leser haben Sehnsucht nach regionalen Nachrichten aus lokalen Redaktionen"

| 18.04.2019

Tips-Chefredakteur und Geschäfstführer Josef Gruber und Prokurist Moritz Walcherberger im LEADERSNET-Wordrap darüber, warum Nähe die beste Medizin gegen Fake News ist.

LEADERSNET: Herr Gruber, vor kurzem wurden die aktuellsten Zahlen der Media-Analyse veröffentlicht und zeigen teils weitere Rückgänge, aber auch teils signifikante Reichweitenzuwächse für Print im Zeitalter der Digitalisierung. Wie geht es der Tips?

Gruber: Uns geht es blendend: mit einer Reichweite von 63,7 Prozent in Oberösterreich bestätigen wir unsere Position als unangefochtene Nummer Eins in Oberösterreich, und das seit zehn Jahren. 

LEADERSNET: Woran denken Sie liegt es, dass Sie sich behaupten können wo andere verlieren? Was bindet Leser an Print, wenn Sie doch überall und zu jeder Zeit Nachrichten digital auf Smartphone, Tablet und Co. abrufen können?

Gruber: Die Ära der Digitalisierung ist auch das Zeitalter von Fake News. So einfach zugänglich Informationen und Nachrichen geworden sind, so unverlässlich sind sie teilweise und das spiegelt sich im schwindenden Vertrauen der Leser wider – es gilt durch Qualität zu überzeugen damit sie einem nicht den Rücken kehren. Und genau das tun wir: wir leben unser Motto "total.regional" und stillen als einzige regionale Wochenzeitung, die sich in oberösterreichischem Besitz befindet, gerade in Zeiten von Fake News die Sehnsucht der Leser nach ausführlich recherchierten, regionalen Nachrichten aus lokalen Redaktionen.

LEADERSNET: Also denken Sie es geht der Trend von "global" zurück zu "regional"?

Gruber: Dass gewisse globale News natürlich immer interessant sind und sie das in einer vernetzten Welt auch bleiben werden steht außer Frage. Aber auf die Relevanz des täglichen Konsums und den Genuss von Nachrichten und Neuigkeiten, die den Leser persönlich betreffen, darf man hier nicht vergessen. Das ist unsere Stärke: Regionalität steht bei uns im Vordergrund und wir sind stolz darauf, mit unserer Ausrichtung die regionale Wertschöpfung zu stärken. Die Leser sprechen uns mit den aktuellen Umfragewerten weiterhin ihr Vertrauen aus, und das auch über die Grenzen des Bundeslandes hinaus: Wir sind und bleiben die meistgelesene Zeitung in Oberösterreich und konnten unsere Srärke auch in Niederösterreich mit einer Reichweite von 24,2 Prozent behaupten. Wir freuen uns sehr über die mehr als 1,1 Millionen Leser in den beiden Bundelsändern.

LEADERSNET: Würden Sie sagen, dass regionale News also ihre "Marktnische" sind?

Tips: News aus der direkten Umgebung und Region sind eine Nische, die die Regionalmedien in ganz Österreich immer schon erfolgreich besetzen, wir haben uns zusätzlich nur ideal aufgestellt: Schlägt man Tips auf oder informiert sich online unter www.tips.at, dann findet man alles Wissenswerte aus der Region. Unsere Leser erfahren sofort, welche Neuigkeiten es in ihrem direkten Umfeld gibt. Die internationalen Nachrichten bekommt wie gesagt jeder laufend mittels diverser Medienkanäle geliefert, aber Informationen über den eigenen Heimatort lassen sich meist nur schwierig finden.Unsere Tips-Redakteure und die "RegioPorter" sind gut in den Regionen vernetzt und profitieren von aktuellen Informationen direkt aus erster Hand Diese Berichte finden unsere Leser dann nicht nur in der nächsten Ausgabe direkt in ihrem Postkasten, sondern auch als Newsletter im E-Mail-Postfach, topaktuell auf Facebook, abrufbar über Alexa und auf Tips.at, wo die Zugriffszahlen ständig steigen. Das ist unser Erfolgsrezept.

LEADERSNET: Abgesehen vom Blick auf die absoluten Reichweitenzahlen ist auch der Blick auf die Zielgruppenverteilung interessant. Oft heißt es ja, die junge Generation setze nur noch auf Digital – wie sehen Sie das, Herrr Walcherberger?

Walcherberger: Die jugendliche Zielgruppe ist zwar zweifelsohne sehr tech-affin, aber es ist keineswegs unmöglich sie auch mit einem traditionellen Medium zu erreichen. Wir schaffen es, mit einem umfangreichen Veranstaltungsteil in Kombination mit zahlreichen Sport-und Veranstaltungskooperationen wie Clam-Concerts sowie Acts in der TipsArena auch die Jugendlichen für Tips zu begeistern.

LEADERSNET: Vor kurzem wurde in Wien ja auch wieder der ADGAR für die besten Werbeanzeigen vergeben. Wie wichtig sind Anzeigen für die Tips und was ist ihr Verkaufsargument für die Werbewirtschaft?

Walcherberger: Gerade für ein kostenloses Medium wie uns sind Anzeigen natürlich lebensnotwendig. Tips ist der veste regionale Partner für die Werbewirtschaft und hat mit der 100-prozentigen Postverteilung einen weiteren Vorteil zu bieten, Unsere Zeitung kommt so als einziges oberösterreichisches Regionalmedium auch in alle jene Haushalte, die keine Werbesendungen erhalten. Damit erreichen wir eine extrem interessante und vor allem interessierte Zielgruppe, die auf keinem anderen Weg so flächendeckend zu erreichen ist. 

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