Hornbach zieht umstrittenen Werbespot zurück

Der deutsche Werberat hatte beanstandet, dass der Clip rassistische Klischees bediene.

Die Baumarkt-Kette Hornbach zieht ihren umstrittenen Werbespot für die "So riecht das Frühjahr"-Kampagne in Deutschland zurück. Der Clip werde ab sofort nicht mehr im Kino oder Fernsehen gezeigt. Der deutsche Werberat hatte, nachdem zahlreiche Beschwerden eingegangen waren, beanstandet, dass der Spot rassistische Klischees bediene.

In dem 45-sekündigen Werbefilm war zu sehen, sie eine Asiatin sich aus einem Automaten eine Tasche mit verschwitzter dreckiger Wäsche holt, um daran zu riechen. Die Wäsche ist getränkt mit durch Gartenarbeit verursachtem Schweiß von Heimwerkern. "Das mag für viele Betrachter humorvoll sein, rechtfertigt aber nicht rassistische Klischees", so der Werberat. Das bedeute jedoch nicht, dass die Verwendung von Klischees in der Werbung generell problematisch sei.

Die Beanstandung des Werberats hat dazu geführt, dass Hornbach den Spot jetzt in Deutschland nicht mehr senden wird. Hätte das Unternehmen auf diese Beanstandung nicht reagiert, hätte der Werberat auch eine Rüge aussprechen können. In den Sozialen Netzwerken hat die Baumarktkette jeden Beitrag mit dem Clip mit dem Zusatz versehen, dass der Spot durch eine Nachfolgekampagne ersetzt werde. "Um die entstandene Debatte auch nachträglich nicht zu zensieren, wird dieses Video inklusive aller Kommentare noch eine Zeit lang in diesem Kanal abrufbar sein", schreibt Hornbach auf Twitter. (red)

www.hornbach.at

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