Seattle will Obdachlosigkeit mit Job-Steuer bekämpfen

Amazon stoppte aus Protest den Bau eines neuen Gebäudes.

Die US-amerikanischen Stadt Seattle führt eine neue Steuer ein, die für Diskussionen sorgt. Größere Unternehmen müssen in Zukunft jährlich 275 Dollar (232 Euro) pro Mitarbeiter bezahlen. Die Stadt hofft, durch diese Maßnahme die Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Die Steuer wird ab dem kommenden Jahr fällig, soll rund 47 Millionen Dollar (39,6 Millionen Euro) pro Jahr bringen und ist vorerst auf fünf Jahre begrenzt.

Der Online-Händler Amazon, der in Seattle rund 40.000 Mitarbeiter beschäftigt, müsste dadurch rund elf Millionen Dollar (9,3 Millionen Euro) an die Stadt bezahlen. Aus Protest gegen die Steuer hatte der Konzern zuerst den Bau eines neuen Gebäudes in der Stadt gestoppt. Jetzt sollen die Arbeiten jedoch fortgesetzt werden. Zukünfte Ausbauten werden man jedoch hinterfragen, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Die neue Steuer betrifft Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 20 Millionen Dollar (16,8 Millionen Euro). Bezahlt werden muss für Beschäftigten, der mindestens 1.920 Stunden pro Jahr arbeitet. Rund 585 Firmen, drei Prozent aller Unternehmen in Seattle, fallen unter diese Kritierien. (as)

www.seattle.gov

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