Toys 'R' Us steht vor Pleite

US-Spielzeugkette beantragte Gläubigerschutz.

Der US-amerikanische Spielzeughändler Toys 'R' Us steht vor der Pleite. Der Konzern hat am Montag in den USA Gläubigerschutz nach "Chapter 11" und nach CCAA (Companies' Creditors Arrangement Act) in Kanada beantragt. Eine enorme Schuldenlast und der harte Wettbewerb durch Online-Anbieter wie Amazon hätten Toys 'R' Us zu diesem Schritt gezwungen. 

"Die Restrukturierungsverfahren nach 'Chapter 11' in den USA und nach dem 'CCAA' in Kanada ermöglichen es den dortigen Landesgesellschaften, ihre Schuldenlast während des laufenden Geschäftsbetriebes signifikant zu reduzieren", so Toys 'R' Us Deutschland in einer Aussendung. Bei dem Gläubigerschutz nach "Chapter 11" handle es sich "weder um eine Geschäftsauflösung noch einen Konkurs nach deutschem Verständnis". 

Mit der Umsetzung der oben genannten Maßnahmen beabsichtigt Toys 'R' Us seine langfristigen Verbindlichkeiten von derzeit etwa fünf Milliarden US-Dollar (4,2 Milliarden Euro) erheblich zu reduzieren und damit Ressourcen zur gezielten Reinvestition in das weiterlaufende Geschäft freizusetzen. Die Aktivitäten des Händlers außerhalb der USA und Kanada sind nicht Teil des Insolvenzantrags. Die Kette beschäftigt weltweit 64.000 Mitarbeiter und hat rund 875 US-Filialen und insgesamt über 1.600 weltweit – 15 davon in Österreich. (as)

www.toysrus.at

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