Xista Science Park wächst als Schnittstelle
Klosterneuburg baut seine Rolle als Forschungsstandort weiter aus

| Redaktion 
| 07.07.2026

Mit der Erweiterung des Xista Science Parks stehen forschungs- und technologieorientierten Unternehmen künftig rund 3.000 Quadratmeter zusätzliche Labor- und Büroflächen zur Verfügung. 

Der Xista Science Park in Klosterneuburg wächst weiter und schafft zusätzlichen Raum für forschungs- und technologieorientierte Unternehmen. Mit der aktuellen Erweiterung wurden rund 3.000 Quadratmeter neue vermietbare Labor- und Büroflächen geschaffen. Der von der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus errichtete Mehrmieterstandort bietet seit 2019 speziell ausgestattete Infrastruktur für innovative Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. 

Der neue Gebäudeteil wurde kürzlich von der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit LAbg. Bürgermeister Christoph Kaufmann, Uli Grabenwarter, Deputy Director European Investment Fund, ISTA-Präsident Martin Hetzer, tecnet equity-Geschäftsführerin Doris Agneter, ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki sowie Markus Wanko von Xista eröffnet. 

NÖ setzt auf Forschung und technologische Entwicklung

Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist die Erweiterung des Xista Science Parks ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung des Forschungsstandorts Niederösterreich. "Der Ausbau des Xista Science Parks ist ein starkes Signal für den Forschungsstandort Niederösterreich: Unser Fokus liegt auf Innovation, Forschung und technologischer Spitzenleistung", sagte Mikl-Leitner.

In einer Phase rascher technologischer Veränderungen würden jene Standorte erfolgreich sein, die geeignete Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Unternehmertum schaffen. Ziel sei es, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen zu überführen, innovative Unternehmen aufzubauen und hochwertige Arbeitsplätze entstehen zu lassen. Der Xista Science Park zeige, wie Spitzenforschung, Start-ups, Investor:innen und etablierte Unternehmen erfolgreich zusammenwirken könnten. Damit setze Niederösterreich einen weiteren Schritt in Richtung eines Hightech-Standorts und innerhalb der "Mission Nobelpreis Niederösterreich". 

Auch LAbg. Bürgermeister Christoph Kaufmann unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Region. "Mit dem Ausbau des Xista stärken wir Niederösterreich als den Hightech-Standort in Europa. Die Erweiterung bietet beste Voraussetzungen für technologie- und forschungsorientierte Unternehmen und setzt wichtige Impulse für den Standort Klosterneuburg", erklärte Kaufmann.

Forschung und wirtschaftliche Umsetzung unter einem Dach 

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die unmittelbare Nähe zum Institute of Science and Technologie Austria (ISTA). Dort arbeiten internationale Forschungsgruppen an Grundlagenforschung in Naturwissenschaften, Mathematik und Computerwissenschaften. 

Der Xista Science Park ergänzt diesen Forschungsstandort um jene Infrastruktur, die notwendig sei, um wissenschaftliche Erkenntnisse weiterzuentwickeln und in konkrete Anwendungen zu überführen. Durch die räumliche Verbindung zwischen Campus und Science Park sollen Forschung, Unternehmensgründung und technologische Umsetzung enger miteinander verbunden werden.

"Die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkrete Anwendungen und erfolgreiche Start-ups ist seit der Gründung des ISTA ein zentraler Bestandteil unserer Mission. Mit Xista Innovation haben wir eine Brücke zwischen exzellenter Spitzenforschung und wirtschaftlicher Umsetzung geschaffen", so ISTA-Präsident Martin Hetzer.

Forschende würden dabei unterstützt, ihre Ideen zu patentieren und daraus erfolgreiche Unternehmensgründungen zu entwickeln.

Internationale Finanzierung als Teil des Innovationsökosystems

Eine wichtige Rolle im Xista-Umfeld spielt laut den Verantwortlichen auch der European Investment Fund (EIF). Dieser zählt zu den bedeutenden europäischen Akteuren im Bereich Innovations- und Wachstumsfinanzierung und ist unter anderem Ankerinvestor des Xista Science Ventures II.

"Das Engagement des EIF im Xista Science Ventures II spiegelt unser Vertrauen in die enge Anbindung von Xista an führende Forschungseinrichtungen sowie in seinen langfristigen Ansatz im Deep-Tech-Bereich wider – genau das, was Europas Innovationsökosystem braucht", erläuterte Uli Grabenwarter, Deputy Director Equity Investments beim European Investment Fund.

Unterstützung von der Idee bis zur Wachstumsphase

Für die erfolgreiche Entwicklung wissenschaftsbasierter Unternehmen brauche es neben Forschung auch langfristige Begleitung und passende Finanzierungsmodelle, erklärte Doris Agneter, Geschäftsführerin der tecnet equity.

"Erfolgreiche wissenschaftsbasierte Unternehmen brauchen mehr als exzellente Forschung – sie brauchen eine durchgängige Begleitung von der Idee bis zur Wachstumsfinanzierung", so Agneter. Mit der Science to Business Initiative, tecnet Venture Capital und dem Engagement im Xista Science Ventures II würden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um den Innovationsstandort Niederösterreich nachhaltig zu stärken.

Erweiterung mit modernen Laborflächen

Mit dem Bau des neuen Gebäudes begann Xista im Januar 2025. Die zusätzlichen Flächen wurden mit modernen Laborbereichen ausgestattet und reagieren auf die steigende Nachfrage nach hochwertiger Forschungs- und Büroinfrastruktur. "Was wir heute sehen, ist das Ergebnis von vielen Jahren Aufbauarbeit. Unser Ziel war immer, Forschung schneller in Anwendung zu bringen – mit der richtigen Infrastruktur und einem Umfeld, das Unternehmertum ermöglicht", sagte Markus Wanko.

ecoplus Technologiezentren als Netzwerk für Innovation

Der Xista Science Park ist Teil des Technologie- und Forschungsnetzwerks von ecoplus. Die niederösterreichische Wirtschaftsagentur betreibt Technologie- und Forschungszentren in Wiener Neustadt, Tulln, Krems, Wieselburg, Seibersdorf und Klosterneuburg. "Derzeit sind 80 Unternehmen und insgesamt über 1.000 hochqualifizierte Mitarbeitende in den sechs Technologie- und Forschungszentren beschäftigt", informierte ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. Mit der Erweiterung des Xista Science Parks entstehe zusätzlicher Platz für weitere forschungsaffine Unternehmen und neue Innovationsprojekte in Niederösterreich.

www.ecoplus.at

www.xista-park.com

www.ist.ac.at

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