Fotos der Vernissage
Alf Poier zwischen ESC-Nostalgie und Dadaismus

Mehr als 20 Jahre nach seinem Erfolg in Riga kehrt der ESC-Spirit zurück. Der kreative Tausendsassa präsentierte bei seiner Vernissage nicht nur aktuelle Werke, sondern auch seine Original-Requisiten von 2003 und stieß mit seiner Brandrede zum Musikwettbewerb auf reges Interesse. 

Pünktlich zum Beginn des Eurovision Song Contests (ESC) in Wien öffnet Alf Poier die Pforten zu seinem ganz persönlichen Universum. In der Galerie Kaiblinger zeigte der "Meister der gepflegten Absurdität", was in ihm steckt. Unter dem Titel "Cosmo hat den Tanzschein, Poier hat den Kunstschein" erwartete Besucher:innen eine Mischung aus ESC-Nostalgie, gesellschaftskritischem Dadaismus und Werken, die so manchem den Kopf verdrehten. 

Poier über Humor und Tabubrüche

Gezeigt wurden nicht nur neue Bilder und Zeichnungen, sondern auch Originalrequisiten seines Auftritts beim ESC 2003 in Riga. Die Vernissage erfreute sich schließlich großen Andrangs, als Poier mit seiner Brandrede zum Musikwettbewerb begann. "Es ist nicht die Aufgabe der Kunst, möglichst woke oder politisch korrekt zu sein, sondern gesellschaftsimmanente Themen allumfänglich zu diskutieren", so der Künstler. "Auch ein wenig Humor kann in dieser Hinsicht bestimmt nicht schaden. Die Kunst ist wie ein Geländewagen. Man kann damit einerseits sechsspurige Autobahnen, andererseits aber auch einsame Wüsten befahren. Ich habe mich für zweiteres entschieden."

Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte Poier noch ein paar Takte von seinem ESC-Song aus dem Jahr 2003 "Wenn der Mensch zählt", mit dem er den sechsten Platz belegte. 

Zwischen Kabarett und Gegenwartskunst

Bekannt geworden durch die unverkennbare Ästhetik seiner Bühnenprogramme, widmet sich Poier in seinem neueren Schaffen den Strömungen unserer Zeit (LEADERSNET berichtete). Seine Werke reflektieren aktuelle gesellschaftliche Dynamiken und schlagen eine Brücke von seinen frühen Kabarett-Arbeiten zur Gegenwart. Ein Highlight der Präsentation ist das Werk "Muku-Muku", das erstmals öffentlich ausgestellt wird.

Bei den Gästen stieß die Vernissage, bei der der Künstler statt Klangtöne eher polarisierende Farbtöne anschlug, auf Zustimmung. So meinte Kunsthändler Siegfried Kaiblinger: "Der Kunstschein wurde Alf Poier bereits 2015 bei seiner ersten musealen Ausstellung im Kunstforum Wien verliehen. Der Tanzschein wird ihm wohl sein Leben lang verwehrt bleiben!" Kulturmanager Ossi Schellmann fasste die Impression kurz und knapp zusammen: "Einfach genial!" und der Musikproduzent Mario Rossori meinte: "Ich habe mich schon immer gefragt, wie ein 'warmer Eislutscher' aussieht – Alf Poier hat mir die Augen geöffnet!"

Unter den Gästen

Bei der Vernissage gesehen wurden unter anderem ESC-Teilnehmerin Stella Jones mit Begleitung Horst Fallosch, "Alle Achtung"-Sänger Christian Stani, der Meinungsforscher Christoph Haselmayer, der Kommunikationsberater Heimo Lepuschitz, die Abgeordnete zum Wiener Landtag Caroline Hungerländer, Moderatorin Claudia Hölzl, der Rechtsanwalt und Autor Tassilo Wallentin, Anwalt Sascha Flatz, Anwalt Johannes Öhlböck, der Moderator Reinhard Jesionek, Kulturmanager Ossi Schellmann, die Geschäftsführerin der Lugner-City Jacqueline Lugner und Partner Leo, Poiers Galerist Siegfried Kaiblinger, Verlegerin Maria Seifert, Medienmanager Gerhard Riedler, Künstlerin Margarita Gavrielova, der Musikproduzent und Maler Klaus Biedermann sowie Sängerin Anny Fay und viele mehr.

Einen Eindruck von der Vernissage können Sie mittels Galerie gewinnen.

www.galerie-kaiblinger.at

www.alfpoier.at

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