Konkursverfahren eröffnet
Unternehmensberatung schlittert in Millionenpleite

| Tobias Seifried 
| 20.04.2026

Die im Jahr 2013 gegründete Firma war auch als Beteiligungsgesellschaft tätig und wies zuletzt ein Anlagevermögen von mehreren Millionen Euro aus.

Über das Vermögen der alroka investment gmbh wurde am Landesgericht Linz ein Konkursverfahren eröffnet. Die im Jahr 2013 gegründete Gesellschaft war in der Unternehmensberatung sowie als Beteiligungsgesellschaft tätig.

Laut KSV1870 und AKV belaufen sich die Gesamtverbindlichkeiten auf rund 4,7 Millionen Euro, wobei der überwiegende Teil auf Bankverbindlichkeiten entfalle. Vermögenswerte sind zwar vorhanden, darunter auch Liegenschaften, deren konkrete Bewertung jedoch noch ausstehe. Laut letzter Bilanz wurde das Anlagevermögen mit rund 3,1 Millionen Euro ausgewiesen. Von der Insolvenz sind den Angaben zufolge rund 15 Gläubiger:innen betroffen, Dienstnehmer:innen gibt es glücklicherweise keine. 

Die Gesellschaft hielt zuletzt Beteiligungen an der eWaste Umweltconsulting GmbH sowie der eMerge Invest Consult GmbH, über deren Vermögen ebenfalls bereits Insolvenzverfahren anhängig sind.

Grund für die Zahlungsunfähigkeit

Als Hauptursache der Insolvenz wird ein deutlicher Rückgang internationaler Projekte während der Corona-Pandemie genannt. In der Folge sei es zu Umsatzeinbußen gekommen, während gleichzeitig Finanzierungen fällig gestellt wurden. Zusätzlich belasteten die Insolvenzen der Tochtergesellschaften sowie das Scheitern eines geplanten Liegenschaftsverkaufs die wirtschaftliche Lage weiter.

Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht vorgesehen. Der Geschäftsbetrieb wurde bereits eingestellt, sodass im weiteren Verfahren von einer raschen Schließung und Verwertung durch den Masseverwalter, Rechtsanwalt Wilhelm Deutschmann, auszugehen sei, heißt es von den Gläubigerschützern.

www.ksv.at

www.akv.at

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