Sanierungsverfahren beantragt
Lebensmittelproduzent & -händler schlittert in Millionenpleite

| Tobias Seifried 
| 08.04.2026

Das Unternehmen hat sich zuletzt auf die Herstellung von Convenience- und Fertigprodukten für Gastronomie und industrielle Abnehmer spezialisiert.

Wie der AKV am Mittwoch mitteilte, hat die Strauss Food Service GmbH beim Landesgericht Ried im Innkreis ein Sanierungsverfahren beantragt. Eine Entscheidung über die Verfahrenseröffnung steht demnach noch aus. Das Unternehmen mit Sitz in Sankt Marienkirchen am Hausruck ist in der Lebensmittelproduktion und im Handel tätig und hat sich zuletzt auf die Herstellung von Convenience- und Fertigprodukten für Gastronomie und industrielle Abnehmer spezialisiert. 

Laut Antrag belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 1,35 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil soll auf Banken und Lieferant:innen entfallen. Das Anlagevermögen sei teilweise fremdfinanziert, zudem ist eine Liegenschaft mit Pfandrechten belastet, heißt es vom Kreditorenverband. Derzeit sind zwölf Mitarbeiter:innen beschäftigt, betroffen sind zudem rund 60 Gläubiger:innen.

Gründe und weitere Vorgehensweise

Als Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage nennt das Unternehmen mehrere Faktoren. Neben den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hätten vor allem stark gestiegene Kosten infolge des Ukraine-Krieges sowie langfristige Lieferverträge belastet. Preiserhöhungen hätten dabei nicht zeitnah an Kund:innen weitergegeben werden können. Trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen sei eine außergerichtliche Einigung mit den Finanzierern gescheitert.

Strauss Food Service strebt eine Fortführung an – aufrechte Geschäftsbeziehungen und bestehende Aufträge würden dafür sprechen, zeigt man sich überzeugt. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens wird den Gläubiger:innen ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. 

www.akv.at

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