Künstlertreffen
Schubertiaden-Intendantin Ildikó Raimondi lud zum Saison-Auftakt

Bevor die offizielle Spielzeit in Schloss Atzenbrugg beginnt, lud die Kammersängerin zum exklusiven "Salon Ildikó" in ihre eigenen vier Wände. Der Abend schenkte einen Ausblick auf das neue Programm – mitten im Kreis prominenter Gäste.

Bevor die Schubertiaden auf Schloss Atzenbrugg offiziell beginnen, gab Intendantin Ildikó Raimondi in ihrem privaten Salon erste Einblicke in das kommende Programm. Bei dem bewusst klein gehaltenen Treffen trafen Größen aus verschiedenen Bereichen aufeinander, um sich bei historischen Köstlichkeiten wie dem dokumentierten Franz-Schubert-Gericht "Schnapperle Papperle" auf die kommende Saison einzustimmen.

Österreichs Kulturszene steht zusammen 

Vor Ort waren unter anderem drei prägende Stimmen des heurigen Programms – darunter der Intendant der Oper Burg Gars Clemens Unterreiner, der sich zur Eröffnung am 31. Mai 2026 Liedern von Schubert bis Strauss widmet, die ihn persönlich prägten. "Ildikó hat mich bereits im ersten Jahr meiner Intendanz in Gars unterstützt. Heuer darf ich den Schubertiaden-Zyklus unter ihrer Intendanz eröffnen. Das beweist, dass unsere Freundschaft stärker ist als sinnloses Konkurrenzdenken. Wir beflügeln einander seit vielen Jahren. Schon als Jungspund an der Staatsoper wurde ich von ihr liebevoll unter ihre Fittiche genommen", so Unterreiner über die tiefe Verbundenheit zu seiner Kammersänger-Kollegin. 

Auch Raimondi sparte nicht mit Lob: "Schon in den ersten Wochen unseres Kennenlernens war mir klar: Dieser Mann hat nicht nur eine großartige Stimme, er wird eines Tages auch ein großartiger Intendant sein. Heute sind wir es beide, und beide im Kulturland Niederösterreich. Ich freue mich schon auf seine Vision von Puccinis Madama Butterfly."

Ein Gerichtsmediziner ermittelt

Zudem beleuchtet Christian Reiter am 21. Juni 2026 die Krankheitsgeschichte von Franz Schubert und die hygienischen Bedingungen seiner Zeit. Mit Einblicken in die Untersuchung von Schuberts Haarlocken begeisterte er bereits die Salon-Gäste.

"Proben von drei Haarsträhnen, deren Authentizität aufgrund ihrer gut dokumentierten Herkunft sehr wahrscheinlich ist, wurden molekularbiologisch sowie auf ihren Schwermetallgehalt untersucht. Die Konzentrationen von Quecksilber und Blei waren im Vergleich enorm hoch – ein Hinweis auf eine massive Belastung. Am ehesten lässt sich diese durch eine frühere Syphilisbehandlung erklären. Doch sie war nicht die eigentliche Todesursache", so der Gerichtsmediziner. 

Bühne für Kreativwettbewerb

Mit der feierlichen Wiedereröffnung des Schubert Schlosses Atzenbrugg am 1. Mai 2026 erreicht das Kulturjahr seinen ersten Höhepunkt. Im Zuge dessen wird auch der Kreativwettbewerb "Schubert Reloaded" vergeben, bei dem Schüler:innen ihre zeitgenössischen Zugänge zu Schubert präsentieren. Über die eingereichten Arbeiten entscheidet eine Jury. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem Sänger und Songwriter Cesár Sampson, Sopranistin und Intendantin Ildikó Raimondi, Pianistin Donka Angatscheva, Schubert-Forscher Oliver Woog sowie Klassik-Experte "Mr. Hadyn" Michael Linsbauer.

Ausblicke auf die heurige Saison

Die Programmpunkte der Schubertiaden 2026 reichen bis in den Oktober und verbinden dabei Musik, Literatur sowie Wissenschaft miteinander. Unter dem Motto "Leben – Liebe – Vergänglichkeit" widmet sich Raimondi dem Jahr 1826 - einer künstlerisch zwar intensiven, jedoch zugleich von Krankheit überschatteten Schaffensphase des Komponisten. Die Auftaktveranstaltung findet am 31. Mai mit "Gesang und Wort" mit Clemens Unterreiner, begleitet von Pianistin Andrea Linsbauer und moderiert von Andreas Láng, statt. 

Am 14. Juni präsentieren Studierende der MDW und MOZ gemeinsam mit Eloisa Aubert die nächste Generation der Liedkunst. Am 21. Juni folgt dann "Von Liebe und Vergänglichkeit" mit Christian Reiter, Ildikó Raimondi und Ania Druml.  Am 6. September steht die Schubert-Serenade "Nacht und Träume" auf dem Plan, mit Countertenor Valer Sabadus und Werken von Schubert, Mozart, Schumann und Fauré. 

Internationale Perspektiven eröffnen dafür am 13. September das Programm "Franz Schubert und die Slowakei" in Kooperation mit dem Slowakischen Institut in Wien. Am selben Tag zeigt außerdem "Haydn und die Jazz" mit Cornelius Obonya Grenzgänge zwischen Klassik und anderen Genres. Und am 27. September lädt die "Landpartie auf Schuberts Spuren", mit Ildikó Raimondi, Günter Haumer und den Philharmonia Schrammeln Wien, zu einer musikalischen Zeitreise ein. Den Abschluss bildet schließlich das Event "Orgel trifft Volksmusik" am 4. Oktober in der Schlosskapelle. 

www.schubertschloss.at

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