Fotos vom Saisonauftakt 2026
Wiener Prater eröffnete Jubiläumsjahr mit neuen Highlights

Der Wiener Wurstelprater startete die Sommersaison 2026 im Zeichen seines 260-jährigen Bestehens. Neben zahlreichen Jahrestagen stehen neue Attraktionen, technologische Innovationen und ein erweitertes Freizeitangebot im Mittelpunkt.

Mit der Sommersaison 2026 beginnt für den Wiener Wurstelprater ein besonderes Jahr: 260 Jahre nach seiner Öffnung für die Bevölkerung steht das Areal einmal mehr im Mittelpunkt des Wiener Freizeit- und Tourismusgeschehens. Das Jubiläum bildet dabei den Rahmen für zahlreiche Neuerungen und Veranstaltungen.

"Diese Saison steht ganz im Zeichen unseres Jubiläumsjahres. Seit 260 Jahren ist der Wiener Prater ein Ort des Vergnügens und der Lebensfreude. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir mit den Besucher:innen feiern. Es warten viele Highlights", erklärt Silvia Lang, Präsidentin des Wiener Praterverbandes. Gleichzeitig bleibt die gewachsene Struktur des Praters ein zentrales Element seiner Identität. "Unser Ziel ist, die Tradition und die besondere Atmosphäre des Wurstelpraters zu erhalten. Entscheidend dafür sind vor allem die Familienbetriebe, die seit Generationen mit Herzblut ihre Fahrgeschäfte und Gastronomielokale betreiben. Sie sind die Seele des Wurstelpraters", so Lang weiter. Auch die Servicequalität steht weiterhin im Fokus: "Die Zufriedenheit unserer Gäste hat für uns höchste Priorität. Wir werden alles dafür tun, 'Kunden-Champion' zu bleiben", sagt Lang.

Ein zusätzliches Angebot richtet sich im Jubiläumsjahr an Besucher:innen, die den Prater verschenken möchten: "Wer Vergnügen mit dieser Wertkarte verschenken will, bekommt heuer täglich minus zehn Prozent bei allen teilnehmenden Fahrgeschäften", Lang.

Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Entwicklung

Während das Jubiläum im Vordergrund steht, sind auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Thema. Die vergangene Saison war stark von Witterungseinflüssen geprägt, gleichzeitig wirken sich steigende Energie- und Mietkosten auf das Konsumverhalten aus. Dennoch zeigen sich die rund 90 Betriebe im Prater flexibel und haben Preissteigerungen nur sehr moderat umgesetzt.

Parallel dazu wird gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität Wien an einer neuen Studie gearbeitet, die aktuelle Entwicklungen analysiert und mit früheren Ergebnissen vergleicht. Bereits in der Vergangenheit haben solche Analysen zu gezielten Investitionen und Verbesserungen geführt.

"Das Wurstelpraterjahr 2025 war sehr wetterabhängig, es gab so viele Regentage wie schon lange nicht mehr, 65 Tage davon alleine im Juli 2025 immerhin 16 Regentage, es kann also heuer nur besser werden. Die Besucher:innen spüren die hohen Miet- und Energiekosten, was natürlich sich auf das Konsumverhalten auswirkt und somit auf die Praterunternehmen und deren Einnahmen. Wir 90 Unternehmer:innen sind diese Schwankungen seit Jahren gewohnt und leben damit, wir gleichen auch aus, so haben wir die letzte Saison auch die Preise gar nicht oder kaum angehoben.  Gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität (WU) die zweite Praterstudie am Laufen, wir werden diese dann mit der ersten Praterstudie aus 2015 vergleichen, die damals zu zahlreichen Investitionen und Verbesserungen geführt hat. Der Wurstelprater hat in den letzten Jahren sein Image massiv verbessert und die Besucherfrequenz gesteigert. Zusammanfassend können wir feststellen, dass wir im Prater drei gleich starke Gästesegmente bedienen (Familienfahrgeschäfte, Adrenalingeschäfte und Gastronomie mit Stammgästen)", so Karl-Jan Kolarik, Vorstandsmitglied Praterverband & Obmann Prater Aktiv.

Bedeutung für Wien und internationale Strahlkraft

Vor diesem Hintergrund bleibt der Wiener Prater ein zentraler Standortfaktor für die Stadt. Rund sieben Millionen Besucher:innen pro Jahr sowie etwa 2.700 Arbeitsplätze sollen seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz unterstreichen. Insgesamt betreiben rund 80 Unternehmer:innen etwa 250 Betriebe im Wurstelprater.

"Wenn man heute durch den Prater geht, dann spürt man sofort, wie viel Geschichte, Leben und Energie in diesem Ort steckt", sagt Michael Prohaska, Geschäftsführer der Prater Wien GmbH und fügt hinzu: "Der Prater ist ein ganz besonderer Standort für Wien und für Österreich. Er bringt Menschen in die Stadt, sorgt für Frequenz, schafft Arbeitsplätze und steht für ein Stück Wiener Lebensgefühl, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist."

Neue Attraktionen und Ausbau des Angebots

Aufbauend auf dieser Entwicklung werde das Angebot im Prater weiter ausgebaut. Der Fokus liege dabei verstärkt auf ganzjährig nutzbaren und wetterunabhängigen Erlebnissen. Mit Laser Tag und Pixel Games wurde das Freizeitportfolio um interaktive und technologiegestützte Angebote erweitert. Die neue Lasertag-Arena zähle laut den Verantwortlichen zu den größten ihrer Art in Österreich und kombiniert moderne Spielsysteme mit immersiven Effekten, während die Pixel Games Bewegung und digitale Elemente miteinander verbinden.

Auch bestehende Einrichtungen entwickeln sich weiter: Madame Tussauds Wien feiert sein 15-jähriges Bestehen und erweitert sein Angebot, während der Euro-Club während der Eurovision-Woche als zentrale Eventlocation fungiert.

Vielfalt an Attraktionen und neuen Konzepten

Über die großen Neuerungen hinaus zeigt sich die Vielfalt des Praters auch in zahlreichen weiteren Projekten. Dazu zählen etwa ein neues Alt Wiener Karussell im historischen Stil, neue Programme im Planetarium Wien sowie erweiterte Gastronomie- und Freizeitangebote wie die Prateralm.

Mit Indoor Skydiving bei Windobona wird das Angebot um ein außergewöhnliches Erlebnis erweitert, während neue Showformate in der Magic World Vienna sowie die Kombination aus Kulinarik und Freizeit bei "Die Allee & Kugeltanz" zusätzliche Impulse setzen.

Technologische Modernisierung und Qualität

Parallel zum Ausbau des Angebots wird laut den Verantwortlichen auch in die Infrastruktur investiert. Das Wiener Riesenrad wurde umfassend modernisiert und unter anderem mit einer neuen Glasbeschichtung ausgestattet, die Hygiene und Komfort verbessern soll. Zusätzlich wurden technische und optische Maßnahmen umgesetzt, um das Erlebnis für Gäste weiter zu steigern.

Jubiläen prägen die Saison

Das Jubiläumsjahr des Praters wird durch zahlreiche weitere Jahrestage ergänzt. Dazu zählen unter anderem 160 Jahre Praterfamilien Schaaf, Kobelkoff und Wilfert, 100 Jahre Partnerschaft zwischen Schweizerhaus und Budweiser sowie Jubiläen traditionsreicher Attraktionen wie der Alt Wiener Grottenbahn (75 Jahre), der Wiener Rutsche (40 Jahre) oder dem Breakdance (40 Jahre).

Diese Kombination aus Geschichte und kontinuierlicher Weiterentwicklung soll den Charakter des Praters als generationsübergreifenden Erlebnisraum prägen.

Nachhaltigkeit und Gastronomie

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen Konzepten in der Gastronomie. Die Luftburg – Kolarik im Prater feiert ihr fünfjähriges Bestehen als größtes Bio-Restaurant der Welt und setzt verstärkt auf regionale Produkte sowie energieeffiziente Lösungen.

Neue Projekte, kulturelle Angebote und Co.

Mit Blick in die Zukunft entsteht mit dem "Theater im Prater" bis 2027 eine neue Spielstätte für Live-Entertainment mit rund 1.800 Sitzplätzen. Das Projekt legt besonderen Wert auf Barrierefreiheit und richtet sich an ein breites Publikum (LEADERSNET berichtete u.a. hier und hier).

Abgerundet wird das Angebot durch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Dieses reicht von Familien- und Sportevents über Musikveranstaltungen bis hin zu saisonalen Märkten. "Ein besonderer Höhepunkt ist ein zweitägiges Schlager-Open-Air im Juni. "Das Publikum erwartet an zwei Abenden ein großartiges Programm mit bekannten Stars, Ohrwürmen und Partystimmung", kündigen die Veranstalter:innen an.

Weitere Higihlights finden Sie hier

LEADERSNET war beim Saisonauftakt. Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.prater.at

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