Im Wirtschaftsbund
Neue WKO-Präsidentin ersetzt bisherige fünf Stellvertreter durch zwei neue

| Tobias Seifried 
| 02.04.2026

Martha Schulz will ihr Team im Wirtschaftsbund drastisch verkleinern. Künftig sollen nur noch eine aktuelle Staatssekretärin und der burgenländische Wirtschaftsbundobmann als ihre Stellvertreter:innen fungieren.

Freitag, 3. April: Die neue Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Martha Schultz, stellt ihr Team im Wirtschaftsbund neu auf. Konkret sollen die bisherigen fünf Stellvertreter:innen im Wirtschaftsbund durch zwei neue Personen ersetzt werden. Schultz ist nicht nur WKO-, sondern auch Wirtschaftsbund-Chefin.

Wie zunächst die Kronen Zeitung berichtete, betrifft die Neuausrichtung die bisherigen Funktionsträger:innen Walter Ruck, Josef Herk, Peter Buchmüller, Doris Hummer und Wolfgang Ecker. An ihre Stelle sollen künftig Barbara Eibinger-Miedl sowie Andreas Wirth treten.

Nur mehr zwei Stellvertreter:innen

Eibinger-Miedl, derzeit Finanzstaatssekretärin, ist demnach als "politische Stellvertreterin" vorgesehen. Wirth ist seit dem Vorjahr Obmann des burgenländischen Wirtschaftsbundes und soll die Interessen der Kammern abdecken.

Die Entscheidung für Eibinger-Miedl wird laut der Krone auch mit ihrer langjährigen Tätigkeit im Wirtschaftsbund begründet. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen innerhalb der Organisation und gilt als gut vernetzt. Da es sich bei Stellvertreter:innen im Wirtschaftsbund um Parteiämter handelt, die nicht entgeltlich ausgeübt werden, ist die Funktion auch mit dem Posten einer Staatssekretärin vereinbar.

Umfassende Reformen

Schultz, die die Funktion nach dem Rücktritt von Harald Mahrer interimistisch übernommen hat (LEADERSNET berichtete), plant ihre Wahl zur Präsidentin im Rahmen der WKO-Generalversammlung am 17. April 2026. Die personellen Veränderungen werden im Umfeld als Teil eines umfassenderen Reformkurses innerhalb von Wirtschaftskammer und Wirtschaftsbund gesehen, den Schultz bereits kurz nach ihrem Antritt angekündigt hat (LEADERSNET berichtete).

www.wko.at

www.wirtschaftsbund.at

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