Public-Viewing in den Schanigärten
Wiener Gastro mit bisherigem Fußball-WM-Geschäft sehr zufrieden

Die Kooperation von Stadt und Wirtschaft hat sich ausgezahlt, denn rechtzeitig zum Finale zwischen Spanien und Argentinien melden die Wirte Rekordzugriffe auf ihre Public-Viewing-Plattform.

Es war ein historischer Moment, auf den die österreichischen Fußballfans fast drei Jahrzehnte warten mussten. Am 11. Juni startete die Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko City mit rot-weiß-roter Beteiligung. Um der Bevölkerung das gemeinsame Verfolgen dieser geschichtsträchtigen Endrunde zu ermöglichen, wurden in ganz Wien vielseitige Public-Viewing-Zonen errichtet (LEADERSNET berichtete). Was vor sechs Wochen als Experiment mit zeitlich herausfordernden Spielzeiten begann, steuert nun auf seinen Höhepunkt zu. Die Wiener Gastronomie hat die Vorlage verwandelt und gezeigt, wie man ein internationales Großevent erfolgreich in die heimischen Lokale holt.

Frühschoppen, Fanzonen und enorme Klickzahlen

Die Zeitverschiebung verlangte den Gastronom:innen einiges an Kreativität ab. Bereits zum Auftaktmatch am 17. Juni um sechs Uhr morgens eröffneten etliche Lokale ihre Türen für ein gemeinsames Frühstück oder den Frühschoppen. Für die Abendspiele stand den Fans ein flächendeckendes Angebot in der gesamten Stadt zur Verfügung. "Die Wiener Gastronomie hat schon oft bewiesen, was sie aus sich bietenden Gelegenheiten machen kann“, betonte Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Anfang Juni (LEADERSNET berichtete). 

Bürgermeister Michael Ludwig sieht darin den Erfolg der engen Kooperation zwischen Stadt und Wirtschaft. Ähnlich wie beim Eurovision Song Contest (LEADERSNET berichtete u.a. hier, hier und hier) habe die Stadt bei diesem Großevent weltmeisterliche Organisationsstärke bewiesen. Für die Betriebe sei es dabei aber um weit mehr als nur kurzfristigen Umsatz gegangen. Vielmehr sei es die Chance gewesen, neue Stammgäste zu gewinnen. Der Erfolg dieser Strategie lasse sich nun, kurz vor dem Turnierende, schwarz auf weiß ablesen. Die von der Fachgruppe Gastronomie bereitgestellte Plattform wm-publicviewing.wien, die alle teilnehmenden Betriebe nach Bezirken auflistet, verzeichnete bereits mehr als 100.000 Zugriffe. 

Das große Finale im Gastgarten

Jetzt, am 16. Juli 2026, stehen mit Spanien und Argentinien die beiden Finalisten fest. Wenn am kommenden Sonntag um 21 Uhr der Anpfiff zum entscheidenden Match erfolgt, werden wieder tausende Wiener:innen und Gäste in den Lokalen der Stadt mitfiebern.

Für Thomas Peschta, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien, ist das Turnier schon jetzt ein voller Erfolg: "Für mich steht ein Siegerteam bereits fest: Das der Wiener Gastronomie. Die vielen Gastronom:innen haben wirklich tolle Arbeit geliefert und die Fußball-WM auch in Wien zum Event werden lassen. Egal, wer am Spielfeld siegt, die Wiener Public-Viewing-Wirt:innen sind jedenfalls Gewinner:innen." Für den finalen Sonntagabend erwarten die Gastronom:innen restlos ausgebuchte Lokale und volle Schanigärten. 

www.wko.at

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