IMMOunited-Auswertung
Osterferien treiben Grundstücksmarkt in Österreich an

| Redaktion 
| 31.03.2026

Eine aktuelle Auswertung zeigt eine stabile Nachfrage, steigende Grundstückspreise und anhaltend hohe Transaktionsflächen.

Die Osterfeiertage gelten in Österreich traditionell als Zeit für gemeinsame Mahlzeiten und feste Rituale. Parallel dazu zeigt sich jedoch, dass auch der Immobilienmarkt in dieser Phase keineswegs stillsteht. Laut einer aktuellen IMMOunited-Analyse kommt es seit 2009 während der Osterferien regelmäßig zu umfangreichen Grundstückstransaktionen.

Die Auswertung macht deutlich, dass sich in diesem Zeitraum ein eigenständiges Marktgeschehen etabliert hat, das kontinuierlich an Bedeutung gewinnt.

"OsterFerienFlächen-Index" als Indikator für Marktdynamik

Die während der Osterferien verkaufte Grundstücksfläche dient als Messgröße für die saisonale Aktivität am Markt. Der sogenannte "OsterFerienFlächen-Index" zeigt, dass die Nachfrage über die Jahre hinweg stabil auf hohem Niveau geblieben ist und sich zuletzt weiter verstärkt hat.

Der österreichische OsterFerienFlächen-Index in Quadratmetern © IMMOunited

Besonders hohe Verkaufsflächen wurden in den Jahren 2013, 2015 und 2016 registriert, jeweils mit mehr als zwei Millionen Quadratmetern. Den bisherigen Höchstwert erreichte 2015 mit rund 2,5 Millionen Quadratmetern. Ein Rückgang im Jahr 2020 wurde durch pandemiebedingte Einschränkungen verursacht, blieb jedoch eine temporäre Entwicklung, so IMMOunited.

Für das Jahr 2025 zeigen die aktuellen Zahlen erneut einen deutlichen Anstieg: Erstmals seit mehreren Jahren wurden wieder mehr als zwei Millionen Quadratmeter an Grundstücksfläche umgesetzt. Für Marktteilnehmer:innen haben sich die Osterferien damit zu einem festen Bestandteil strategischer Planung entwickelt, etwa für Besichtigungen, Vertragsabschlüsse und Investitionsentscheidungen.

Deutlicher Anstieg bei Grundstückspreisen

Neben den Transaktionsflächen zeigt auch die Preisentwicklung eine klare Tendenz nach oben. Während Grundstücke vor zehn bis 15 Jahren noch zwischen 63 und 83 Euro pro Quadratmeter gehandelt wurden, ist seit 2017 ein deutlicher Preisanstieg zu beobachten.

Grundstücks-Transaktionen Quadratmeter-Preis © IMMOunited

Der bisherige Höchstwert wurde 2021 mit 203,26 Euro pro Quadratmeter erreicht. Insbesondere während der Pandemie zeigte sich eine erhöhte Nachfrage nach mehr Raum und Freiflächen, was sich auch in steigenden Preisen niederschlug.

Im Vergleich von 2024 auf 2025 stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 117,91 Euro auf 141,29 Euro und damit um rund 20 Prozent.

Auffälligkeit bei Käufernamen

Ein ungewöhnliches Detail ergibt sich aus der Analyse der Käufer:innen: Insgesamt 99 Transaktionen wurden von Personen mit dem Nachnamen "Kren" durchgeführt. Ob hier ein Zusammenhang mit der Ostertradition besteht, bleibt offen.

"Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt klar, dass saisonale Ruhephasen im Immobilienmarkt zunehmend an Bedeutung verlieren. Viele Menschen nutzen gerade Feiertage für wichtige Entscheidungen rund um Wohnen und Investitionen. Wir verfolgen diese Entwicklung seit 2009 und sehen darin einen klaren Beleg für die nachhaltige Stärke des Marktes. Gerade in herausfordernden wirtschaftlichen Phasen ist die stabile Nachfrage ein wichtiges Signal für die gesamte Branche. Entscheidend bleiben Vertrauen, Kontinuität und das richtige Timing", sagt Roland Schmid, Eigentümer & Geschäftsführer von IMMOunited.

www.immounited.com

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV