Erhebung Handelsverband
Osterhandel bleibt stabil, Wien mit starkem Umsatzimpuls

Trotz leicht sinkender Pro-Kopf-Ausgaben bleibt Ostern ein wichtiger Umsatztreiber für den Handel. Österreichweit wird mit mehr als 260 Millionen Euro gerechnet, in Wien sorgt das Fest für zusätzliche Dynamik.

Ostern zählt weiterhin zu den wichtigsten Konsumanlässen im Jahresverlauf. Laut aktueller Erhebung des Handelsverbands geben die Österreicher:innen heuer im Schnitt rund 150 Euro für Geschenke und das Fest aus, etwas weniger als im Vorjahr. Insgesamt rechnet der Einzelhandel dennoch mit einem Umsatz von über 260 Millionen Euro. "Die Menschen kaufen bewusster und persönlicher", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. Während klassische Produkte dominieren, gewinnen individuelle Geschenke, regionale Einkäufe und gemeinsame Erlebnisse an Bedeutung.

Angeführt wird das Ranking weiterhin von Süßigkeiten, gefolgt von gefärbten Eiern, Spielwaren und Blumen. Für das klassische Osternest werden im Schnitt 29 Euro ausgegeben, für zusätzliche Geschenke 43 Euro und für das Festessen rund 57 Euro.

Regionalität gewinnt, Online bleibt ergänzend

Ein klarer Trend zeigt sich beim Einkaufsverhalten: 68 Prozent der Konsument:innen wollen gezielt bei österreichischen oder regionalen Händlern einkaufen. Onlineangebote spielen zwar eine Rolle, bleiben aber nachrangig. Nur 4 Prozent planen Einkäufe bei Plattformen wie Temu oder Shein. Auch regional gibt es Unterschiede. Während Salzburg und Oberösterreich mit durchschnittlich 162 Euro pro Kopf die höchsten Ausgaben verzeichnen, liegt Wien mit 138 Euro am unteren Ende des Rankings.

Wien: Mehr Schenkende, starker Umsatzimpuls

In der Bundeshauptstadt zeigt sich ein besonders dynamisches Bild. Laut aktueller Umfrage planen 77 Prozent der Wiener:innen, zu Ostern Geschenke zu kaufen – ein Höchstwert. Insgesamt werden rund 62 Millionen Euro im Wiener Handel umgesetzt. Pro Kopf liegen die Ausgaben bei etwa 50 Euro. "Die steigende Bedeutung des Osterfests sorgt für einen spürbaren Umsatzimpuls im Wiener Handel", sagt Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien.

Besonders häufig werden Kinder, Enkelkinder sowie Partner:innen beschenkt. Auch in Wien dominieren klassische Produkte wie Süßigkeiten und Eier, ergänzt durch Blumen, Spielwaren und Bücher.

Stationärer Handel klar im Vorteil

Auffällig ist die weiterhin starke Rolle des stationären Handels. 85 Prozent der Wiener:innen kaufen ihre Ostergeschenke vor Ort, rund ein Drittel nutzt zusätzlich Onlineangebote. Gleichzeitig gewinnt Nachhaltigkeit an Bedeutung. 69 Prozent achten beim Einkauf auf entsprechende Kriterien, auch wenn die Zahlungsbereitschaft begrenzt bleibt. Neben dem Konsum steht weiterhin das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. 70 Prozent der Wiener:innen feiern Ostern im Familienkreis, viele pflegen klassische Bräuche wie Ostereiersuche oder gemeinsames Essen. 

www.handelsverband.at

www.wko.at/wien

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