Folgeinsolvenz
Nach Weingut ist jetzt auch 3-Hauben-Restaurant pleite

| Tobias Seifried 
| 24.03.2026

Im Fall der Insolvenz von Domaines Kilger wurde auch über ein bekanntes Tochterunternehmen ein Konkursverfahren eröffnet. Der Betrieb umfasst neben der gehobenen Gastronomie auch Wohnbungalows und einen Spa-Bereich.

Nach der Insolvenz des steirischen Weinguts Domaines Kilger GmbH & Co KG zieht die Pleite nun weitere Kreise. Wie der KSV1870 und der AKV mitteilten, wurde über das Vermögen der Ratschens Restaurant & Wohnothek GmbH ein Konkursverfahren am Landesgericht für ZRS Graz eröffnet. Das Unternehmen betreibt ein bekanntes 3-Hauben-Restaurant ("Die Ratschen") mit Unterkünften in Deutsch Schützen im Burgenland.

Bei der 2019 gegründeten Gesellschaft handelt es sich um eine 100-prozentige Tochter des insolventen Weinguts. Der Betrieb umfasst neben der gehobenen Gastronomie auch Wohnbungalows und einen Spa-Bereich. Zuletzt war neben dem Geschäftsführer nur noch eine Mitarbeiterin beschäftigt, insgesamt sind rund 80 Gläubiger:innen betroffen. Aktiva von rund 312.000 Euro stehen Verbindlichkeiten von etwa 621.000 Euro gegenüber, wovon den Kreditschützern zufolge ein Großteil auf Bankverbindlichkeiten entfällt.

Muttergesellschaft reißt Tochter mit

Als Ursache für die Insolvenz wird vor allem die finanzielle Abhängigkeit von der Muttergesellschaft genannt. Laut Angaben der "Ratschen" habe eine unzureichende Mittelausstattung und ausbleibende Finanzierungszufuhr durch Domaines Kilger zu erheblichen Einschränkungen im laufenden Betrieb geführt. Notwendige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten konnten ebenso wenig durchgeführt werden wie Marketingmaßnahmen, was sich unmittelbar negativ auf die Ertragslage ausgewirkt habe.

Bereits im November 2025 wurde der Betrieb saisonbedingt eingestellt. Eine geplante Wiedereröffnung im Frühjahr 2026 scheiterte letztlich an der fehlenden Finanzierung.

Keine Fortführung geplant

Eine Fortführung des Betriebs ist nicht vorgesehen. Das Unternehmen soll im Zuge des Konkursverfahrens geschlossen und verwertet werden. "Der Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob die Schließung des Unternehmens im Interesse der Gläubiger liegt", heißt es seitens des KSV1870.

Mit der Restaurantpleite verschärft sich die Lage rund um die insolvente Unternehmensgruppe weiter. Bereits bei der Muttergesellschaft wurden Verbindlichkeiten in zweistelliger Millionenhöhe bekannt.

www.ksv.at

www.akv.at

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