Heimische Erfindungen im Aufwind
Diese 10 Austro-Unternehmen sind Patent-Spitzenreiter

2025 hat die Zahl der Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt erstmals die 200.000er-Marke geknackt. Erfindungen aus Österreich haben überdurchschnittlich zugelegt und punkten mit Hightech und Industrieinnovation.

Wie das EPO Technology Dashboard 2025 zeigt, haben Österreichs Unternehmen und Erfinder:innen im Vorjahr insgesamt 2.253 europäische Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt eingereicht. Das entspricht einem Plus von exakt fünf Prozent gegenüber 2024 und liegt damit über dem EU- und weltweiten Durchschnitt. Nach zwei Jahren rückläufiger Zahlen kehrt Österreich damit auf einen Wachstumspfad zurück.

Insgesamt verzeichnete das Europäische Patentamt 201.974 Anmeldungen – ein Anstieg um 1,4 Prozent. Patentanmeldungen gelten als Frühindikator für Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Österreich im Aufwind

Österreich liegt im internationalen Vergleich auf Rang 16, innerhalb der EU auf Platz 10. Mit 245 Anmeldungen pro eine Million Einwohner belegt unser Land weltweit Rang acht und bestätigt damit seine Innovationsleistung im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße.

"Die Rekordzahl an Patentanmeldungen unterstreicht die Innovationskraft Europas und seine Attraktivität als globaler Technologiemarkt", sagt António Campinos. Das Technology Dashboard zeige, in welchen Industrien Fortschritte erzielt worden seien und wo weiterhin Handlungsbedarf bestehe. Es könne politischen Entscheidungsträger:innen helfen, gezielte Maßnahmen zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und technologischer Souveränität zu setzen. Gleichzeitig bleibe ein Fokus auf strategische Bereiche wie künstliche Intelligenz, Halbleiter, Gesundheit und Quantentechnologien notwendig.

Rückgänge und Wachstumstreiber

Technologisch bleibt hierzulande der Bereich elektrische Maschinen, Apparate und Energie mit 223 Anmeldungen führend, auch wenn hier ein Rückgang von 19,2 Prozent verzeichnet wurde. Wachstumstreiber sind hingegen sonstige Spezialmaschinen (+37,2 Prozent), Messtechnologien (+34,2 Prozent), Werkstoffe und Metallurgie (+32,1 Prozent), Medizintechnik (+27,7 Prozent) sowie Fördertechnik (+20,8 Prozent). Diese Entwicklung verweise auf Stärken in industrieller Innovation, Ingenieurwesen und nachhaltigen Technologien, so die Patentamtexpert:innen.

AT-Patentanmeldungen 2025

Regional konzentriert sich die Patentaktivität in Österreich weiterhin stark. So führt Wien mit 550 Anmeldungen (24,4 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (449), der Steiermark (352) und Vorarlberg (302). Gemeinsam entfallen rund 73 Prozent aller Anmeldungen auf diese vier Bundesländer.

AT-Patentanmeldungen 2025

Heimische Top-Unternehmen

Unter den Unternehmen liegt Borealis mit 173 Anmeldungen erneut an der Spitze, vor voestalpine (85), Julius Blum (73), Tridonic (62) und AMS-Osram (43). Viele der führenden Anmelder sind in den Bereichen Industriemaschinen, Energie und Elektronik tätig.

AT-Patentanmeldungen 2025

Ferner zeigt sich, dass das 2023 eingeführte Einheitspatent weiter an Bedeutung gewinnt: Österreichische Patentinhaber:innen beantragten 2025 für 52,5 Prozent ihrer erteilten Patente einen einheitlichen Schutz. Dieser Wert liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt von 40,7 Prozent und dem globalen Schnitt von 28,7 Prozent.

Internationale Trends

International zählen Computertechnik, digitale Kommunikation und elektrische Energie zu den dynamischsten Technologiefeldern. Insbesondere Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz sowie Quantentechnologien treiben das Wachstum, heißt es abschließend vom Europäischen Patentamt.

www.epo.org

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