Hochkarätiges Treffen im Ministerium
Kreislaufwirtschaft brachte Wirtschaft und Politik an einen Tisch

| Larissa Bilovits 
| 24.03.2026

Im Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur kam es kürzlich zu einem Treffen zwischen Minister Peter Hanke und der von Reinhard Backhausen initiierten Kreislaufwirtschaftsdelegation. Dabei überreichten die Unternehmensvertreter:innen einen Maßnahmenkatalog.

Die Kreislaufwirtschaft wird zunehmend nicht nur als umweltpolitisches, sondern auch als wirtschaftsstrategisches Thema gesehen – gerade mit Blick auf Rohstoffversorgung, Krisenfestigkeit und die Abhängigkeit Europas von internationalen Märkten gewinnt sie derzeit immer mehr an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund war die Kreislaufwirtschaftsdelegation (KWD), eine Allianz für Rohstoffe und zirkuläre Wirtschaft, kürzlich zu Gast bei Infrastruktur- und Innovationsminister Peter Hanke im Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI). Bei dem Termin übergaben rund 20 Vertreter:innen des Netzwerks einen Maßnahmenkatalog, der auf eine raschere und praxisorientierte Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich abzielen soll.

Planungssicherheit und Unterstützung für Unternehmen

Im Zentrum des Gesprächs stand die Frage, welche politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Investitionen in zirkuläre Modelle besser planbar und in der Praxis leichter umsetzbar werden. Dabei wurde auch deutlich, dass viele Unternehmen auf ihrem Weg in die Kreislaufwirtschaft noch gezielte Unterstützung brauchen, etwa beim Aufbau geeigneter Strukturen und neuer Geschäftsmodelle.

Darüber hinaus hoben die Vertreter:innen hervor, dass Kreislaufwirtschaft nicht innerhalb einzelner Betriebe allein umgesetzt werden kann. Damit Stoffkreisläufe tatsächlich funktionieren, brauche es vielmehr eine enge Zusammenarbeit über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Austausch soll fortgesetzt werden

Am Meeting teilgenommen haben Karl R. Hagspiel (Senior Circular Economy Expert, Alpla-Gruppe), Gabriela Straka (Chefredakteurin, Manz-Verlag, sowie Vorständin, respACT), Susanne Reininger (Public Affairs, OMV), Thomas Kasper (Leitung Abfallmanagement & Umwelt, Porr), Theodor Bennett (Group Lead Sustainability & ESG Management, Prinzhorn Holding), Johann Kandelsdorfer (CFO, Salesianer Miettex), Christian Wölfel (Head of Sustainability and EHS, Siemens Österreich), Sabine Singer (Sustainability-Managerin, Siemens Energy Austria & Slovenia), Alexander Kriz (Leiter Corporate Strategy and Business Development, Simacek), Stefan Steinlechner (Country Head of TQM & Sustainability, Wienerberger), Gudrun Ghezzo (Geschäftsführerin, Ghezzo), Stephan Renner (Geschäftsführer, ÖGUT), Sandra Pechac (Geschäftsführerin, Plattform Verpackung mit Zukunft), Alexander Fiedler (Leiter Kreislaufwirtschaft, respACT), Lukas Weinhandl (Rechtsanwalt, Moser Marzi Rechtsanwälte), Christian Richter-Schöller (Partner, Schiefer Rechtsanwälte), Martin Kreeb (Rektor, Charlotte Fresenius Privatuniversität für Nachhaltigkeit Wien), Andreas Bartl (Senior Scientist, Institute of Chemical and Mechanical Process Engineering / Fiber Technology, Technische Universität Wien) sowie Christian Schimper (Leitung Resselzentrum ResTex, Fachhochschule Wiener Neustadt, Biotech Campus Tulln).

Die Kreislaufwirtschaftsdelegation wurde von Reinhard Backhausen, einem Pionier der Kreislaufwirtschaft und Vizepräsident des Österreichischen Gewerbevereins (ÖGV), initiiert und besteht derzeit aus rund 60 heimischen Top-Unternehmen. Laut den Beteiligten gehe es dabei vor allem darum, die Kreislaufwirtschaft als wirtschaftspolitisches Zukunftsthema stärker zu verankern. Der Austausch mit dem Ministerium soll dementsprechend fortgesetzt werden.

www.gewerbeverein.at

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