"Quantum Technology Center Vienna"
Stadt Wien plant neues Quantentechnologiezentrum

| Larissa Bilovits 
| 15.03.2026

Mit dem "Quantum Technology Center" will Wien seine Position als Innovationsstandort im Bereich Zukunftstechnologien weiter ausbauen. Errichtet werden soll das neue Zentrum direkt neben dem ebenfalls geplanten "Life Science Center".

Zukunftsinvestitionen gelten als wesentlicher Hebel, um einen Standort wirtschaftlich und technologisch wettbewerbsfähig zu halten. Welche Vorhaben Wien in diesem Zusammenhang verfolgt, war nun auch Thema bei der Klubtagung des Wiener Roten Rathausklubs in Andau im Burgenland. Nach Vorträgen von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und dem Klubvorsitzenden Josef Taucher zu den Bereichen Wohnen und Finanzen stellten Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál und die künftige Vizebürgermeisterin Barbara Novak (LEADERSNET berichtete) ein Projekt vor, das dem Wirtschafts- und Forschungsstandort Wien einen kräftigen Impuls verleihen soll: ein neues Quantentechnologiezentrum in Neu Marx.

Neuer Standort für Forschung und wirtschaftliche Anwendung

Ziel des geplanten Quantentechnologiezentrums, das den Namen "Quantum Technology Center Vienna" tragen und direkt neben dem neuen "Life Science Center Vienna" (LEADERSNET berichtete) errichtet werden soll, sei die Stärkung Wiens als Wirtschafts- und Forschungsstandort im Bereich Zukunftstechnologien. Konkret vorgesehen ist ein Campus mit rund 15.600 Quadratmetern Labor- und Bürofläche in Neu Marx, auf dem Start-ups, Technologieunternehmen, industrielle Partner:innen und Forschungseinrichtungen gemeinsam an der praktischen Nutzung von Quantentechnologien arbeiten sollen.

Im Mittelpunkt stehen dabei Anwendungen in den Bereichen Quantensensorik, Quantenkommunikation, Quantensicherheit und Quantencomputing sowie weitere industrielle Einsatzmöglichkeiten. Das Zentrum soll ausdrücklich auf anwendungsorientierte Forschung und technologische Umsetzung ausgerichtet sein und dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse verstärkt in wirtschaftlich nutzbare Innovationen zu überführen, erklärten Gaál und Novak.

Fertigstellung bis 2033 geplant

Noch im heurigen Jahr soll der Startschuss für die Planung des neuen Quantentechnologiezentrums erfolgen. Die Ausschreibung ist bis Sommer 2027 vorgesehen, und die bauliche Fertigstellung des Projekts wird für 2033 angepeilt. Schon jetzt bemühe man sich aber um "Ankermieter", die das Zentrum später nutzen sollen. Aus Sicht der Stadt sei das Vorhaben nicht nur ein Bekenntnis zu einem zukunftsträchtigen Technologiefeld, sondern auch eine Investition in qualifizierte Beschäftigung, internationale Strahlkraft und zusätzliche Wertschöpfung für Wien.

"Als einer der führenden Standorte der Quantenforschung in Europa setzt Wien nun den nächsten Schritt: Heute erfolgt der Startschuss für die Planung des 'Quantum Technology Center Vienna', eines Quantentechnologie-Zentrums mit modernster Infrastruktur. Ziel ist es, Technologieunternehmen, Start-ups, industrielle Partner:innen und forschende Einrichtungen an einem Ort zusammenzuführen, um die Potenziale der Quantentechnologie in Wien gezielt weiterzuentwickeln und in konkrete Anwendungen zu bringen", fasst Barbara Novak zusammen und betont, dass das Zentrum den Transfer von wissenschaftlicher Exzellenz in wirtschaftliche Wertschöpfung beschleunigen könne und damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen, Innovation und Wohlstand leiste. "Schon jetzt ist klar, dass das Zentrum in enger Zusammenarbeit mit Akteur:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Innovationsbereich entstehen soll. Gerade in Zeiten der Konsolidierung versteht die Stadt das Projekt als bewusst gesetztes Signal für langfristige Standortpolitik, die wirtschaftliche Stärke absichern und neue Perspektiven für künftige Generationen schaffen soll", so die künftige Vizebürgermeisterin abschließend.

www.wien.gv.at

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