14.000 Quadratmeter für Gesundheitsforschung
Stadt Wien investiert 170 Millionen Euro in neues "Life Science Center"

Auf rund 14.000 Quadratmeter und acht Ebenen sollen in Neu Marx moderne Labor- und Büroräumlichkeiten entstehen, um KI-gestützte Lösungen im Bereich der Gesundheitsforschung zu entwickeln. Die Fertigstellung soll noch in diesem Jahrzehnt erfolgen. Auch die erste Mieterin wurde bereits bestätigt. 

Aus der modernen Gesundheitsforschung sowie der Weiterentwicklung der Biomedizin ist Künstliche Intelligenz (KI) inzwischen nicht mehr wegzudenken. So erwarten Expert:innen, dass KI künftig ein noch persönlicheres Zuschneiden von Therapien und Medikamenten auf individuelle Erkrankungsbilder ermöglichen könnte. Damit Österreich hier im internationalen Vergleich mithalten kann, hat die Wiener Stadtregierung im Rahmen ihrer Klausur am Freitag, dem 23. Jänner, die Errichtung eines neuen Innovations- und KI-Hubs beschlossen: Das neue "Life Science Center Vienna", das unter Federführung der Wirtschaftsagentur Wien auf über 14.000 Quadratmetern in Neu Marx errichtet wird, soll demnach einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten und Wien gleichzeitig im Wettbewerb um Talente, Innovationen und Investitionen als führende Life-Science- und KI-Metropole Europas etablieren. 

Investitionen in Höhe von 170 Millionen Euro

"Mit dem Life Science Center setzen wir einen weiteren Meilenstein für eine starke Wirtschaft und ein starkes Wien", erläutert Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak das Vorhaben. Demnach sollen rund 170 Millionen Euro in das Projekt fließen, welches nicht nur den Forschungs- und Innovationsstandort Neu Marx stärke, sondern auch nachhaltige Wertschöpfung schaffe und Arbeitsplätze – von der Bauwirtschaft bis zu hochqualifizierten Jobs in Forschung, Technologie und künstlicher Intelligenz – sichere. "Durch die enge Verbindung von Spitzenforschung, unternehmerischer Innovation und klimaneutraler Infrastruktur positionieren wir Wien langfristig als führende Life-Science- und KI-Metropole Europas und sorgen dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg, soziale Sicherheit und Fortschritt Hand in Hand gehen", so Novak.

Fertigstellung innerhalb von drei Jahren geplant

Konkret soll das Life Science Center ein Erdgeschoss, sechs Obergeschosse und ein Untergeschoss umfassen, wobei letzteres die Möglichkeit biete, zusätzliche Serverleistung für Robotiklabor- und KI-Anwendungen zu integrieren. Konzipiert sei der Neubau, der im unmittelbaren Umfeld des Vienna BioCenters in Neu Marx errichtet wird, als energieeffizientes, nachhaltiges Labor- und Bürogebäude mit klimaneutraler Energieversorgung, zertifiziert nach dem Gold-Standard der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB). Alleine durch die Bautätigkeit sichere man laut eigenen Angaben bereits rund 1.000 Arbeitsplätze in der Baubranche. Die Fertigstellung des Gebäudes sei bis 2029 geplant.

Erste Mieterin bereit bestätigt

Auch eine erste Mieterin für das neue Life Science Center habe man bereits gefunden. Dabei handelt es sich um Aithyra, ein von der Boehringer Ingelheim Stiftung finanziertes Forschungsinstitut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Dieses beschäftigt sich mit der Entwicklung KI-gestützter Forschungsansätze für die Biomedizin, mit dem Ziel, Erkrankungen besser zu verstehen, schnellere und zuverlässigere Diagnosen zu ermöglichen und neue Therapien – auch für bislang unheilbare Krankheiten – voranzutreiben. 

Für Aithyra seien im neuen Life Science Center rund 7.000 Quadratmeter und damit 50 Prozent der Fläche vorgesehen, wobei ein Einzug bereits kurz nach Fertigstellung im Jahr 2029 angepeilt werde. Zudem kündigte die Stadt Wien an, das Institut mit der Übernahme eines Drittels der Miete unterstützen zu wollen. 

Mehr Informationen zum neuen Life-Science-Center finden Sie hier.

www.wien.gv.at

www.lifesciencecentervienna.at

www.aithyra.at

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