Jahresauftakt der Charta der Vielfalt
Salzburg AG baut ihr Engagement für Vielfalt und Inklusion weiter aus

| Larissa Bilovits 
| 22.02.2026

Beim Jahresauftakt der Charta der Vielfalt in Salzburg präsentierte das Unternehmen neue Maßnahmen zur Förderung von Chancengerechtigkeit und stellte erstmals eine eigene DE&I Botschafterin vor. Damit soll Diversität künftig noch stärker strukturell in Organisation, Kultur und Führung verankert werden.

Angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen rückt der Umgang mit Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion zunehmend in den Fokus moderner Unternehmensstrategien. Beim erstmals in Salzburg abgehaltenen Jahresauftakt der Charta der Vielfalt unterstrich die Salzburg AG vor rund 60 Vertreter:innen aus Wirtschaft, HR und Medien ihre Absicht, diese Themen gezielt weiter voranzutreiben. Ziel dessen sei es, Innovationskraft zu stärken, Zukunftsfähigkeit zu sichern und die Position des Energie-, Verkehrs- und Telekommunikationsunternehmens als attraktive Arbeitgeberin weiter auszubauen.

Starkes Zeichen für Vielfalt

Herwig Struber, Vorstand der Salzburg AG, betonte, dass sich der Erfolg von Vielfalt in seinen Augen im täglichen Miteinander sowie in konkreten Maßnahmen entscheide: "Diversity, Equity und Inklusion müssen in unseren Prozessen, Führungsgrundsätzen und Arbeitsbedingungen spürbar verankert sein. Wenn wir unterschiedliche Perspektiven aktiv einbinden und Barrieren konsequent abbauen, stärken wir nicht nur unsere Unternehmenskultur, sondern auch unsere Leistungsfähigkeit und Innovationskraft und unsere Wirtschaftlichkeit", so Struber, der weiter betonte, dass die Salzburg AG Vielfalt, Inklusion und Chancengerechtigkeit auch als Standortsicherung für Salzburg verstehe.

"Dass der Jahresauftakt erstmals in Salzburg stattfindet, ist ein starkes Zeichen für die Vielfalt", erklärte überdies Guido Miklautsch, Leiter der Charta der Vielfalt Österreich (Wirtschaftskammer Wien) – dabei handelt es sich um eine europaweite Initiative zur Förderung von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Zugehörigkeit am Arbeitsplatz. "In Österreich haben bereits rund 450 Unternehmen die Charta unterzeichnet – und bekennen sich damit dazu, Vielfalt als Ressource für Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen", so Miklautsch und hob hervor, dass die Salzburg AG zeige, wie Diversity, Equity und Inklusion strategisch in der Unternehmensführung verankert werden können. 

Weichenstellung mit neuer DE&I Botschafterin

Um diese Themen weiter voranzutreiben, hat die Salzburg AG nun die Funktion der Diversity, Equity & Inclusion Botschafterin ins Leben gerufen, die von Daniela Kinz bekleidet wird. "In meiner Funktion entwickle und begleite ich die Salzburg AG auf ihrem Weg hin zu wirksamem Diversity Management in Linienverantwortung. Ziel ist es, Diversity, Equity und Inklusion in Struktur, Prozesse und Kultur zu verankern", erklärt die DE&I Botschafterin der Salzburg AG ihre Aufgaben. Im Mittelpunkt sollen dabei konkret Themen wie strukturierte generationenübergreifende Zusammenarbeit und Wissenstransfer, lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle, standardisierte Karenz- und Wiedereinstiegsprozesse, verpflichtende Inhalte zu inklusiver Führung in der Führungskräfteentwicklung sowie barrierearme und verständliche Kundenkommunikation stehen.

Dass bisherige Maßnahmen bereits fruchten, zeigen etwa die mehrfachen Auszeichnungen für Initiativen der Salzburg AG in den Bereichen Vereinbarkeit, Familienfreundlichkeit und Employer Branding. Darüber hinaus ist die Salzburg AG übrigens auch das erste Energieversorgungsunternehmen Österreichs, das den Zertifizierungsprozess für das Nestorgold Gütesiegel für altersgerechte Unternehmen gestartet und die erste Phase bereits erfolgreich abgeschlossen hat. 

Gezielte Gestaltung von Altersdiversität

Passend zu diesem Themenkomplex zeigte Keynote-Speaker Stephan Alexander Böhm von der Universität St. Gallen im Rahmen der Veranstaltung, dass der demografische Wandel Organisationen grundlegend verändert und ein Umdenken im Umgang mit Altersdiversität erfordert. Statt vereinfachender Generationszuschreibungen komme es darauf an, alters- und lebensphasenbezogene Potenziale gezielt zu nutzen, da Studien belegen, dass altersdiverse Teams den Wissenstransfer sowie die Innovationsfähigkeit stärken – vorausgesetzt, Führungskräfte fördern Inklusion aktiv. Anhand des St. Gallen Inclusion Index verdeutlichte Böhm zudem, dass Zugehörigkeit, Authentizität und faire Entwicklungschancen messbare Erfolgsfaktoren für Organisationen darstellen.

www.salzburg-ag.at

www.wko.at/charta-der-vielfalt

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