Jahresbilanz des Großhändlers
Kastner wächst moderat und investiert weiter in Standorte und Strukturen

| Wolfgang Zechner 
| 03.02.2026

Kastner hat 2025 seinen Umsatz erneut gesteigert und setzt parallel dazu auf Investitionen in Infrastruktur, Logistik und Organisation. Der Großhändler baut damit seine Position in Gastronomiebelieferung, Nahversorgung und digitalen Vertriebskanälen schrittweise aus.

Die Kastner Gruppe erzielte 2025 einen Umsatz von über 308 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 2,6 Prozent entspricht. Das Wachstum fiel damit moderat aus und wurde von laufenden Investitionen begleitet. Ein zentraler Meilenstein war die Eröffnung des modernisierten Standorts Wien Nord. Weitere Investitionen sind an den Standorten Zwettl, Amstetten, Krems und Jennersdorf geplant. Der Bereich Abholmarkt und Gastrodienst entwickelte sich dynamisch, der Zustellanteil liegt inzwischen bei rund 70 Prozent.

Standorte im Wandel

Der Standort Wien Nord zeigt die veränderte Rolle der Abholmärkte. Nach mehrjährigem Umbau werden Sortiment, Weinangebot, Geschirr&Co und Schulungsformate räumlich gebündelt. Kochvorführungen, Verkostungen und Beratungsangebote finden direkt am Verkaufsort statt. Ergänzt wird das stationäre Angebot durch digitale Informationssysteme und eine stärkere Anbindung an den Webshop. Ziel ist eine effizientere Kundenorientierung im professionellen Einkauf.

Organisation und Personalentwicklung

Mit rund 1.000 Mitarbeiter:innen und 32 Lehrlingen zählt Kastner zu den größeren Arbeitgebern im Großhandelsumfeld. 2025 erhielt das Unternehmen die Auszeichnung als staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb. Die Chance, bei Kastner intern aufzusteigen und Karriere zu machen, wurde auch 2025 wieder genutzt. Dominik Höfner übernahm im Juli die Standortleitung Zwettl von Geschäftsführer Andreas Blauensteiner, der damit einen Schritt in Richtung wohlverdienter Pensionierung 2027 macht. Paul Robl übernahm zum Jahresbeginn 2026 den Bereich Finanzen, der bis dahin ebenfalls von Blauensteiner verantwortet wurde.

Nahversorgung, Nachhaltigkeit und digitale Kanäle

Im Bereich Nah&Frisch wurden 2025 sechs neue Standorte eröffnet und 15 Märkte an neue Kaufleute übergeben. Das Hybridmarktkonzept wurde weiter ausgerollt. Parallel dazu wurden Nachhaltigkeitsprojekte wie das KI gestützte Bestellsystem "Circly", Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung und erste Schritte zur Elektrifizierung der Lkw Flotte umgesetzt. Ergänzend dazu tragen BIOGAST, myProduct.at und Kastner Stop+Shop zur Diversifikation der Gruppe bei.

www.kastner.at

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