Bei fast -50 Grad Celsius
Roboter stampfte Olympia-Logo in Gebirgsschnee

| Larissa Bilovits 
| 04.02.2026

Der chinesische Hersteller Unitree schickte sein Modell "G1" rund 50 Kilometer durch den Schnee des Altai-Gebirges – bei knapp –50 Grad Celsius. Ziel war, ein gigantisches Logo der Olympischen Winterspiele zu trampeln. 

Im Bereich der humanoiden Roboter wurden in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt. Für den alltäglichen Gebrauch eignen sie sich aber bislang kaum. Trotzdem lassen sich Herstellerunternehmen nicht davon abhalten, immer wieder auf kreativste Weisen zu betonen, was ihre Modelle schon alles können – und lassen diese beispielsweise bei einem Halbmarathon gegen menschliche Konkurrenz antreten, wie dies etwa im vergangenen Jahr in Peking der Fall war (LEADERSNET berichtete). Der ebenfalls chinesische Roboterhersteller Unitree wollte hier nun noch einen draufsetzen – und schickte sein Modell "G1" hoch ins Altai-Gebirge.

Mammutaufgabe bei extremer Kälte

Konkret wurde der Roboter damit beauftragt, anlässlich der XXV. Olympischen Winterspiele, die diese Woche in Mailand starten, deren Logo in den Schnee zu stampfen. Und zwar in einem gigantischen Maß von sage und schreibe 200 mal 100 Metern. Keine leichte Aufgabe, auch angesichts der Temperatur, die auf dieser Höhe bis zu -47,4 Grad Celsius erreichen kann. Damit der Roboter trotz dieser widrigen Bedingungen seine Funktionsfähigkeit behalten konnte, wurde er gut eingepackt: So wurde der Körper mit einer Funktionsjacke umhüllt und sämtliche Gelenke sowie die Batterie mit zusätzlichen Folien umwickelt. Mehrere Akkuwechsel dürften angesichts der Kälte sowie der langen Strecke aber dennoch notwendig gewesen sein.

50 Kilometer bei guten Bedingungen

Laut dem Unternehmen musste der gerade einmal 135 Zentimeter große Roboter zum Erreichen seines Ziels letztlich insgesamt 130.000 Schritte und somit rund 50 Kilometer zurücklegen. Anzumerken ist jedoch, dass es dabei wohl nicht wirklich um schwieriges Gelände, sondern vielmehr um eine ebene, verschneite Eisfläche handelte. Für die exakte Positionierung griff Unitree auf das chinesische Satellitennavigationssystem Beidou zurück und durfte dabei vermutlich die maximale Genauigkeit von rund zehn Zentimetern nutzen, die für zivile Nutzung sonst eigentlich nicht zur Verfügung steht.

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