Laut aktueller Studie
Frauen können monatlich 43 Prozent weniger sparen als Männer

| Larissa Bilovits 
| 25.01.2026

Beim Sparverhalten gibt es hierzulande weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gleichzeitig bleibt das klassische Sparkonto der klare Favorit der Österreicher:innen. Ein Experte erklärt, warum man beim Zinssatz jedoch nicht blind der Hausbank vertrauen sollte. 

Als sicherer Hafen für Rücklagen hat das klassische Sparkonto in Österreich weiterhin einen festen Platz – und das trotz veränderter Rahmenbedingungen am Finanzmarkt. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine aktuelle, repräsentative Studie von durchblicker, für die 1.230 Menschen befragt wurden (siehe Infobox). Demnach sparen 61 Prozent der Österreicher:innen mit einem klassischen Sparkonto, gefolgt von Lebensversicherungen (34%), Bausparen (30%), Fonds bzw. ETFs (28%), Aktien und anderen Wertpapiere (23%), Edelmetallen (19%) sowie Immobilien (13%).

Deutlicher "Gender-Saving-Gap"

Bei den monatlichen Ersparnissen zeigen sich jedoch starke Geschlechterunterschiede. So legen die Österreicher:innen zwar im Schnitt rund 400 Euro pro Monat zur Seite – Männer jedoch deutlich mehr als Frauen. Während Männer durchschnittlich 474 Euro (Median: 300 Euro) sparen, sind es bei Frauen 330 Euro (Median: 200 Euro). Der daraus resultierende "Gender-Savings-Gap" liegt somit bei rund 43 Prozent. Was zunächst einem jährlichen Unterschied von 1.728 Euro entspricht, kann sich innerhalb von fünf Jahren auf einen Differenzbetrag von bis zu 9.075 Euro (vor KESt) summieren.

"Die Zahlen zeigen, dass Frauen weniger Geld zur Seite legen können als Männer. Das kann langfristig spürbare Auswirkungen auf die finanzielle Absicherung haben. Schließlich muss auch der Zinseszinseffekt berücksichtigt werden", erklärt Manuel Wukovits, Experte für Bankprodukte bei durchblicker.

Warum sich ein Bankenvergleich lohnen kann

Wie Wukovits betont, sei aber nicht nur die Höhe der monatlichen Sparrate entscheidend – ein zentraler Hebel für langfristigen Vermögensaufbau sei vor allem, das Geld möglichst gut zu verzinsen. Derzeit liegen die Top-Angebote bei Tagesgeldkonten in Österreich bei rund zwei Prozent p.a., während viele Banken deutlich weniger zahlen und teils nur 0,01 Prozent anbieten. Welche Auswirkungen das haben kann, zeigt ein Beispiel: Wer monatlich 330 Euro spart, kommt nach fünf Jahren im schlechtesten Fall auf lediglich rund fünf Euro Zinsen. Beim besten Angebot wären es im selben Zeitraum hingegen mehr als 1.000 Euro Zinsertrag. "Der Vergleich von mehr als 80 nationalen und internationalen Instituten auf durchblicker.at ist kostenlos und dauert nur drei Minuten, stellt aber mittel- bis langfristig die Weichen für das Erreichen der persönlichen finanziellen Ziele", so Wukovits weiter.

Mit Festgeldkonten seien teils sogar noch bessere Renditen möglich. Wer sein Erspartes für mehrere Jahre fix anlegt, bekommt aktuell je nach Laufzeit Fixzinsen von bis zu 2,1 Prozent p.a. für drei Jahre bzw. bis zu 2,5 Prozent p.a. für fünf Jahre. Allerdings gilt auch hier: Nicht jedes Angebot ist attraktiv – manche Banken zahlen selbst beim Festgeld nur 0,01 Prozent p.a. Umso mehr zahlt sich ein Vergleich aus. Bei einer Einlage von 10.000 Euro kann er bereits im ersten Jahr bis zu 199 Euro (vor KESt) an zusätzlichem Zinsertrag bringen. "Egal, ob man sein Erspartes täglich verfügbar haben möchte oder langfristig anlegt – blindes Vertrauen in die Hausbank kommt oft teuer. Deshalb empfehlen wir: Erst vergleichen, dann effektiv sparen", so Wukovits.

www.durchblicker.at

Über die Studie

Die Studie wurde von der Bilendi AG im Auftrag von durchblicker durchgeführt, der Befragungszeitraum war Oktober 2025 (n = 1.230) und die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 18 Jahren nach Alter, Geschlecht und Bundesland.

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Über die Studie

Die Studie wurde von der Bilendi AG im Auftrag von durchblicker durchgeführt, der Befragungszeitraum war Oktober 2025 (n = 1.230) und die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 18 Jahren nach Alter, Geschlecht und Bundesland.

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