Passiva in Millionenhöhe
Nächster großer Autozulieferer insolvent: 319 Jobs betroffen

Als Gründe werden Umsatzrückgänge infolge der allgemeinen Krise in der gesamten Automotive-Branche genannt. 

Nach dem massiven Stellenabbau beim Autozulieferer ZKW (LEADERSNET berichtete), wartet nun der nächste Autozulieferer mit einer Hiobsbotschaft auf: Laut KSV1870 hat die Eitek GmbH am Freitag beim Landesgericht Korneuburg einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung eingebracht. Das seit 2005 bestehende Unternehmen mit Sitz im niederösterreichischen Ebergassing (Bezirk Bruck an der Leitha) befasst sich mit der Erzeugung, Verarbeitung und dem Vertrieb von Komplettinnenausstattungssystemen sowie deren Komponenten für die Automobilindustrie. Beliefert werden einige der prestigeträchtigsten Automarken der Welt.

Gründe

Als Hauptursache für die Insolvenz werden Umsatzrückgänge infolge der allgemeinen Krise in der gesamten Automotive-Branche genannt. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 319 Mitarbeiter:innen. Diese müssten laut Medienberichten vorerst auf ihre Gehälter verzichten, da die Zahlungen bereits eingestellt worden seien. Darüber hinaus seien 272 Gläubiger:innen betroffen.

Fortführung angestrebt

Laut KSV1870 belaufen sich die Passiva aktuell auf rund 36 Millionen Euro. Sollte es zu einer Betriebsschließung kommen, würden sich diese "drastisch erhöhen", heißt es – konkret ist die Rede von bis zu 109 Millionen Euro. Dementsprechend soll das Unternehmen durch die Umsetzung eines Restrukturierungs- und Sanierungskonzepts fortgeführt werden. Den Gläubiger:innen wird dabei eine Sanierungsplanquote von 30 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren.

www.ksv.at

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