Erdäpfel mit Herkunft
Warum Weinbergmaier auf Regionalität setzt

| Redaktion 
| 15.10.2025

Ob in der Kantine, im Gasthaus oder am Würstelstand: Pommes frites gehören in Österreich zum Alltag. Doch hinter dem goldgelben Snack steckt ein vielschichtiges Zusammenspiel aus Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Konsumentenbewusstsein. Die Weinbergmaier GmbH setzt bei ihrer Marke Bauernland gezielt auf heimische Erdäpfel und macht Herkunft zum Prinzip.

Was einfach klingt, ist in der Praxis bemerkenswert konsequent umgesetzt: Für die Bauernland Pommes verarbeitet Weinbergmaier ausschließlich Erdäpfel aus Österreich. Die rund 200 Vertragslandwirte kommen vor allem aus dem Weinviertel, dem Marchfeld und dem Burgenland. Die Anbauregionen garantieren nicht nur Nähe zur Produktionsstätte in Hollabrunn, sondern stehen auch für fruchtbare Böden und Know-how im Ackerbau.

"Die Qualität der Rohstoffe ist entscheidend. Sie prägt nicht nur den Geschmack, sondern auch die Verlässlichkeit im Produktionsprozess", sagt Weinbergmaier-Geschäftsführer Gerald Spitzer. Dank einer "Bauernhof-Garantie" lassen sich die Produkte bis zum Ursprung zurückverfolgen. Für die Gastronomie, die einen Großteil der Absatzmärkte stellt, ist diese Transparenz ein entscheidender Faktor.

Landwirtschaft mit Verantwortung

Die Anforderungen an die Landwirte sind gestiegen. Klimawandel, Schädlinge und steigende Betriebskosten verändern die Rahmenbedingungen deutlich. Trotzdem bleibt die Kartoffel für viele Betriebe ein zentrales Standbein. Landwirt Johannes Rohringer aus Niederösterreich baut für Bauernland verschiedene Sorten an, darunter Agria, Fontane und Innovator – alle bewährt für die Verarbeitung zu Pommes. "Wir setzen auf Sortenvielfalt, um Schwankungen im Ertrag besser auszugleichen und gleichbleibende Qualität zu liefern", sagt Rohringer. Neben den wachsenden Umweltfaktoren verlangt auch der Markt mehr: Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Regionalität sind zentrale Schlagworte geworden, die nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich Relevanz haben.

Produktion mit System

Die Erdäpfel gelangen direkt vom Feld nach Hollabrunn. Dort wird wöchentlich etwa die Menge von 50 Lkw-Ladungen verarbeitet. Rund 700 bis 800 Tonnen Kartoffelprodukte entstehen in einer durchschnittlichen Woche. Die Lagerung erfolgt unter optimalen Bedingungen, um die Frische bis zur Weiterverarbeitung zu sichern. Reste wie Schalen oder Bruchstücke werden weiterverwendet, etwa für Kroketten, Rösti oder zur Energiegewinnung in einer Biogasanlage. Der CO₂-Fußabdruck wird durch die kurzen Transportwege minimiert, auch die Verpackungen sind recycelbar. Die Produktionsprozesse in Hollabrunn zielen auf Effizienz, Nachhaltigkeit und möglichst vollständige Verwertung der Rohstoffe ab.

Fokus auf Gastronomie

Während Bauernland im Lebensmitteleinzelhandel bislang eine untergeordnete Rolle spielt, ist die Marke im österreichischen Foodservice-Markt eine feste Größe. Zwei der drei meistverkauften Pommes-Artikel im Außer-Haus-Bereich stammen von Bauernland – darunter die klassischen Pommes frites und die Kringel. Die starke Stellung basiert auf einem klaren Fokus: Qualität für Profiküchen, verbunden mit Herkunftssicherheit.

Weinbergmaier produziert insgesamt rund 8.000 Tonnen Pommes pro Jahr, etwa 5.000 davon unter der Marke Bauernland. Der Rest entfällt auf Handelsmarken oder industrielle Auftragsproduktionen. Im gesamten Sortiment führt Bauernland aktuell 17 verschiedene Kartoffelprodukte – darunter sieben unterschiedliche Pommes-Schnittarten.

 

www.weinbergmaier.at

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