SEO ist bedeutend, seit es Suchmaschinen gibt, die das Internet indexieren und Nutzerinnen und Nutzer Antworten auf ihre Fragen geben. Im Jahr 2023 wird sich daran nichts ändern – auch, wenn sich die Anforderungen verschieben. Neue Trends zu verschlafen, kann sich in dieser hart umkämpften Branche jedoch niemand leisten. Was genau an Bedeutung gewinnt, um sinnvolle SEO zu betreiben, zeigen wir jetzt.
Wie wichtig wird KI-Content?
Spätestens seit Ende 2022 wird häufiger über KI-Content gesprochen, der von Bots wie ChatGPT geschrieben wird. Die Unterschiede zum menschlichen Content scheinen auf den ersten Blick nur marginaler Natur zu sein. Warum sollte man also nicht die gesamte Webseite mit hochwertigen KI-Texten anreichern? Experten wie BlogTec kennen die Antworten darauf.
Mehrere Probleme zeigen auf, warum sich Webseitenbetreiber (noch?) nicht auf KI-Content verlassen sollten:
- Die KI beherrscht keinen Faktencheck. Bisweilen bettet sie Fakten in Texte ein, die schlichtweg keine Fakten sind. Dies stuft die Qualität des Contents deutlich herab.
- Maschinen sind schlecht darin, individuellen oder emotionalen Content zu produzieren. Zudem können sie oft größere Zusammenhänge nicht erkennen.
- Google hat verlautbaren lassen, Spam-artigen Content, der offensichtlich von einem Bot geschrieben wurde, in den Indexrankings abzustrafen – ohne KI-Content generell zu verbieten.
Die Empfehlung lautet daher: KI-Content kann genutzt werden, um von Menschen erstellte Text zu bereichern. Sie sind eine Unterstützung, um qualitativ bestmöglichen Output zu produzieren. Wer jedoch ausschließlich auf KI setzt, wird SEO-technisch momentan noch zu viele Fehler machen.
E-A-T: die Bedeutung von Expertise
Um Marken langfristig sinnvoll aufzubauen, müssen gewisse Ansätze immer weiter verfolgt und optimiert werden. E-A-T ist nicht neu: Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness sind seit langer Zeit Bausteine von SEO. Ihre Bedeutung nimmt aber weiter zu: Nutzerinnen und Nutzer verlangen auf Webseiten nach einer klaren Sprache, die das Unternehmen als absoluten Experten auf diesem Gebiet manifestiert.
Menschen wollen – mehr als je zuvor im postfaktischen Zeitalter - Autorität, Vertrauen und Expertise auf Webseiten vorfinden. Leere Zeilen, die von mangelndem Sachverstand zeugen, sind nicht mehr gefragt. Autorität nur über die eigene Domain auszustrahlen, wird nicht mehr genug sein. Der Content muss in seinen qualitativen Dimensionen wachsen – und das gilt 2023 mehr als je zuvor.
Warum SERPs nicht aussterben
SERPs sind bei Google seit vielen Jahren wichtig, aber ihre Bedeutung wird weiter zunehmen. Nutzerinnen und Nutzer möchten nicht mehr zwingend auf eine Webseite zugreifen, wenn sie die gewünschten Informationen auch in den SERPs zu sehen bekommen.
Um diese Daten abrufbar zu machen, benötigen Webseiten jedoch hochwertigen Content, der die gewünschten Informationen ausliefern kann. Für Anwenderinnen und Anwender hat dies den Vorteil, dass sie die Webseite nicht mehr anklicken müssen: Die Frage wird direkt bei Google beantwortet.
Zwar klingt dies zunächst negativ, da die Webseite selbst dadurch nicht aufgerufen wird und somit organischer Traffic verloren geht. Langfristig wird diese Praxis die Webseite dennoch als Autorität auf diesem Themengebiet etablieren und somit zu mehr Besuchern führen.
Mobile Suchanfragen: das endlose SEO-Thema
Spätestens seit dem Siegeszug der Smartphones nennen SEO-Verantwortliche immer wieder mobile Geräte als wichtigsten Wachstumsmarkt. Auch 2023 wird daran nichts ändern. In Deutschland entfallen aktuell etwa ein Drittel aller Suchanfragen auf Desktop und Notebook, die Mehrheit kommt daher schon vom Smartphone, Tablet oder vergleichbaren mobilen Geräten. Mit über 96 Prozent Marktanteil ist Google hier klar führend.
Es ist daher keine schlechte Idee, den umgekehrten Ansatz zu verfolgen: Die Entwicklung neuer Webseiten sollte zuerst für mobile Geräte erfolgen und dann auf stationäre Systeme hochskaliert werden. In der Vergangenheit war dies oft umgekehrt der Fall. Damit tun sich Webseitenbetreiber heute aber keinen Gefallen mehr, da zwei Drittel der Suchanfragen und Besucher auf mobile Geräte entfallen – und wichtige Besucherinnen und Besucher abgeschreckt werden könnten.