Das sind laut Florian Tursky die Zukunftsfragen bei der Digitalisierung

| Redaktion 
| 16.02.2023

Der Staatssekretär sprach beim IC Businesslunch über die digitale Transformation der Wirtschaft.

"Sind Österreich und Europa in der Lage, die Chancen der digitalen Transformation der Wirtschaft zu nützen, oder werden wir zu Digitalisierungsverlierern?", das ist laut Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation, eine der entscheidenden Zukunftsfragen.

Europa bei Digitalisierung abhängig

Bedenkt man, dass sich 80 Prozent der weltweiten Daten nicht in Europa, sondern in den USA und Asien befinden, so zeige das laut Tursky, dass Europa bei der Digitalisierung ähnlich abhängig ist, wie man es lange Zeit bei Gas aus Russland gewesen sei. Deshalb müsse Europa digital souverän in Bezug auf seine Daten, seine Hardware und das Know-how werden. Mit dem Digital Service Act, der Rahmenbedingungen für digitale Serviceanbieter:innen festlegt, und mit dem Chips Act, der die Halbleiterproduktion in Europa forciert, seien laut Tursky bereits wichtige erste Schritte gesetzt worden.

Die österreichische Bundesregierung versucht die Digitalisierung auf mehreren Ebenen voranzutreiben. Beim Ausbau der digitalen Infrastruktur habe man es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 in ganz Österreich mobil und stationär gigabitfähige Verbindungen zur Verfügung zu haben. Dafür würden Milliarden investiert.

"Kein Weg vorbei"

Beim E-Government sei Österreich in den frühen 2000er-Jahren dabei europaweit führend gewesen, etwa mit FinanzOnline oder dem Rechtsinformationssystem (RIS). Als nächster Schritt sollen alle 129 Register (Strafregister, Melde­register etc.) auf Bundesebene über einen zentralen Knotenpunkt miteinander verbunden werden, um Amtswege zu erleichtern. Bis 2024 sollen alle Amtswege auch digital möglich sein und das digitale Ausweiswesen ausgebaut werden. Zudem soll das digitale Grundwissen der Bevölkerung angehoben werden.

"An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei, auch nicht in der Wirtschaft. Die Mitgliedsbetriebe der Sparte IC stehen den Unternehmen dabei mit Rat und Tat zur Seite", sagte Spartenobmann Wolfgang Reiger CSE.

www.wko.at

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