Millionen-Pleite in NÖ: Über 200 Mitarbeiter:innen betroffen

| Redaktion 
| 30.11.2022

Am Mittwoch wurde am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. 

Die Ing. H. Gradwohl GmbH in Melk ist insolvent. Betroffen sind dem Unternehmen zufolge 210 Mitarbeiter:innen in Niederösterreich und 152 Gläubiger. Der 1971 gegründete Betrieb ist in den Bereichen Druck, Metallbau, Kunststoffverarbeitung und Display-Bau tätig und erwirtschaftete zuletzt etwa 20 Millionen Euro Umsatz. 

Verbindlichkeiten von rund sechs Millionen Euro stehen Aktiva von fast zwei Millionen Euro gegenüber. Gemessen an den Passiva handelt es sich laut dem Kreditschutzverband von 1870 um die sechstgrößte Insolvenz in Niederösterreich in diesem Jahr.

20 prozentige Quote

Die Finanzierungsgrundlage für den Sanierungsplan soll aus dem Fortbetrieb des Unternehmens erwirtschaftet werden, wobei es jedoch auch zur Schließung von Teilbereichen kommen soll. Detaillierte Angaben dazu liegen laut KSV1870 noch nicht vor.

Den Gläubigern wird im Rahmen eines Sanierungsplans die gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren angeboten. Ob diese Quote angemessen und erfüllbar sei, werde nunmehr vom Kreditschutzverband geprüft.

www.ksv.at

www.gradwohl.co.at

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