Name des CEOs beeinflusst Geschäftsstrategie von Unternehmen

Studie: Abweichen von Normen kann "entscheidenden Wettbewerbsvorteil" mit sich bringen.

Unternehmen auf der Suche nach eher unkonventionellen Geschäftsstrategien sollten sich nach einem Chef mit einem ungewöhnlichen Namen umsehen. Dazu raten Forscher der Jones Graduate School of Business an der Rice University in Houston (Texas/USA), die einen direkten Zusammenhang zwischen der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens und dem Namen des leitenden CEOs gefunden haben wollen. Das Abweichen von branchenüblichen Normen kann helfen, einen "entscheidenden Wettbewerbsvorteil" zu erlangen, so die Forscher.

Name beeinflusst Verhalten

"Mit dieser Analyse von Daten zu insgesamt 1.172 Firmen aus 19 Jahren haben wir gezeigt, dass die charakteristische strategische Ausrichtungen eines Unternehmens systematisch mit den Namen seines CEOs zusammenhängt", so Yan Anthea Zhang, Professorin an der Jones Graduate School. Gemeinsam mit ihren Kollegen Yungu Kang und David Zhu von der Arizona State University http://asu.edu hat sie herausgefunden, dass Firmenchefs mit ungewöhnlicheren Namen sich auch in ihrer Strategie von ihren normalen Pendants abheben. "Sie unterscheiden sich deutlich von anderen CEOs, was sich auch geschäftlich bemerkbar macht", stellen die Studienautoren klar.

Die Ursache hierfür liege vermutlich in psychologischen Aspekten. "Schon vorige Studien haben bestätigt, dass erfolgreiche Führungskräfte mit ungewöhnlichen Namen eher dazu tendieren, sich selbst als spezieller, einzigartiger, interessanter und kreativer zu sehen", erklären die Wissenschaftler. Der eigene Name sei ja schließlich auch "eines der wichtigsten grundlegenden Attribute" eines Menschen: "Wie eine Person heißt, beeinflusst deshalb klarerweise auch ihr Verhalten, ihre Wahrnehmung und ihr Selbstempfinden."

"Kritischer Faktor" Einzigartigkeit

Insgesamt betrachtet, sei die Entwicklung und Implementierung von einzigartigen Geschäftsstrategien heute ein "kritischer Faktor" für Firmen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und sich einen "entscheidenden Wettbewerbsvorteil" zu verschaffen, wie Zhang und ihre Co-Autoren betonen.

"Unsere Analyseresultate können Stakeholdern helfen, die strategischen Entscheidungen eines CEOs besser zu verstehen und vorherzusagen", ergänzen die Experten. Gleiches gelte auch für Top-Executives, Mitarbeiter im mittleren Management und andere Angestellte einer Firma - auch sie können sich bei einem Chef mit ungewöhnlichem Namen gleich auf eine unkonventionelle Strategie einstellen. "Natürlich trifft das auch auf Konkurrenten zu, die in so einem Fall lieber mit außergewöhnlichen Maßnahmen im Wettbewerb rechnen sollten", meint Zhang. (pte)

www.business.rice.edu

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