VÖZ: Markus Mair als Präsident wiedergewählt

Maximilian Dasch, Claudia Gradwohl, Thomas Kralinger und Eugen A. Russ fungieren als Vizepräsidenten.

Bei der Generalversammlung des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) am 25. Juni 2020 ist Markus Mair von den Vorstandsmitgliedern erneut zum Präsidenten gewählt worden. Der Vorstandsvorsitzende der Styria Media Group AG wurde vor zwei Jahren erstmals zum VÖZ-Präsidenten gewählt und steht seitdem dem Branchenverband vor.

Maximilian Dasch (Salzburger Nachrichten) und Claudia Gradwohl (VGN) wurden neben Thomas Kralinger (Kurier) und Eugen A. Russ (Vorarlberger Nachrichten) zu Vizepräsidenten bestellt. Als Präsidiumsmitglieder ebenfalls bestätigt wurden Hermann Petz (Tiroler Tageszeitung) in seiner Funktion als Schriftführer, Rainer Eder (Österreichische Bauernzeitung) in seiner Funktion als Kassier sowie Lorenz Cuturi (Oberösterreichische Nachrichten), Friedrich Dungl (NÖN) und Alexander Mitteräcker (Der Standard). Darüber hinaus wurde Gerhard Valeskini (Kronen Zeitung) neu ins Präsidium gewählt.

Schwierige wirtschaftliche Situation

Mair, der sich nach der Wahl für das Vertrauen bedankte, ging in seiner Rede bei der Generalversammlung umfassend auf die aktuelle Situation der Branche ein. Starke Nachfrage nach Informationen, hohe Nutzungszahlen in Print und Online sowohl in den politisch bewegten Monaten des Jahres 2019 als auch rund um die Coronakrise stünde die schwierige wirtschaftliche Situation auf Grund des Konjunktureinbruchs, der Coronakrise und der immer stärker werdenden Konkurrenz am Onlinewerbemarkt durch Tech-Giganten gegenüber, so der wiedergewählte Präsident.

"Im ersten Halbjahr 2020 ist für den gesamten Printsektor ein Schaden von rund 45 bis 50 Millionen Euro entstanden. Die Reduktion der Mehrwertsteuer für Zeitungen und Magazine auf Vertriebserlöse – wie zuletzt von der Bundesregierung angekündigt – könnte zudem einen wichtigen Impuls darstellen, um nachhaltige Geschäftsmodelle zu fördern. Eine dauerhafte Absenkung des Mehrwertsteuersatzes, nicht bloß eine temporäre Maßnahme, sowie die Einbeziehung von elektronischen Zeitungen wäre auch im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber deutschen Verlagen wünschenswert. Allerdings wären noch einige kleine Anpassungen bei der Novelle erforderlich, damit die Maßnahme auch praxistauglich und effektiv umsetzbar ist", appellierte Mair an den Gesetzgeber.

Mut und Zuversicht gefordert

In weiterer Folge ging Mair auf das 75-jährige Bestehen einiger Tageszeitungen in Österreich ein. "Betrachtet man die Problemstellungen und Schwierigkeiten unserer Gründerväter, mit denen sie damals fertig werden mussten, so gebührt diesen Leistungen einerseits Anerkennung und Respekt und andererseits kann man daraus Hoffnung und Zuversicht schöpfen. Echter Pioniergeist war gefragt, um einen funktionierenden Vertriebs- und Werbemarkt aufzubauen. Auch wenn die Herausforderungen heute auf Grund der SARS-CoV2-Pandemie und den Folgen deutlich anders gelagert sind als jene vor 75 Jahren und in keinster Weise mit den Kriegs- bzw. Nachkriegsjahren zu vergleichen sind, so zeigt es doch, dass Mut und Zuversicht gefordert sind. Das Investitionsklima – Werbung sollte stets als Investition in das eigene Produkt gesehen werden und nicht als Kostenfaktor – muss sich verbessern", Mair abschließend. (red)

www.voez.at

Über Markus Mair

Markus Mair, Jahrgang 1964, studierte Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz. 2006 wurde er zum Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank bestellt.

Neben zahlreichen Geschäftsführungs-, Vorstands- und Aufsichtsratsfunktionen in verschiedenen Unternehmen ist Mair der Styria Media Group AG (SMG) bereits seit 2009 als Mitglied des Aufsichtsrats verbunden und bildet seit 1. Oktober 2013 als Vorstandsvorsitzender gemeinsam mit Kurt Kribitz und Bernhard Kiener die SMG-Konzernspitze.

www.styria.com

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