Phelps verliert Wettschwimmen gegen falschen Hai

„Mogelpackung“: PR-Aktion von Discovery sorgt für Unmut bei Zusehern.

Das Duell wurde als „Kampf um die Vorherrschaft im Ozean“ angekündigt: Der Fernsehsender Discovery wollte Rekord-Olympiasieger Michael Phelps in einem Wettschwimmen gegen einen Weißen Hai antreten lassen. Die Werbung erweckte den Eindruck, als trete Phelps dabei gegen einen echten Hai an. 

Der Spitzensportler hatte in einem vor rund zwei Wochen veröffentlichten Interview des Magazins Entertainment Weekly gesagt, dass ihn das Sicherheitskonzept des Rennens überzeugt habe: „Es ist eine Gelegenheit, die man nicht täglich bekommt – gegen einen Weißen Hai anzutreten. Alles was ich sagen kann ist, dass wir nicht in einem Pool waren. Wir waren in offenem Gewässer. Wir waren sehr sicher. Wir hatten etwa 15 Sicherheits-Taucher in der Nähe.“

Tatsächlich wurde aber anhand der Daten mehrerer Tiere ein computergeneriertes Bewegtbild eines Hais erstellt und in die Aufnahmen von Phelps hineinmontiert. Die Sendung, die im Rahmen der „Shark Week“ von Discovery ausgestrahlt wurde, stieß bei den Seher auf viel Kritik, da sie sich durch die irreführende Reklame ein echtes Rennen erwartet hatten. „Dass Michael Phelps nicht gegen einen echten Hai schwimmt, ist, als ob man Tickets für Kanye West verkauft bekommt und dann die Performance eines Kanye-Hologramms sieht“, so ein Nutzer auf Twitter. (as)

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