Österreichs Werbewirtschaft legt 2017 zu

Starkes Wachstum sieht der Ad Spend Forecast von Carat in der digitalen Werbung. 

Der österreichische sowie weltweite Werbemarkt wachsen weiterhin. Das belegt die aktuelle Studie Ad Spend Forecast von Carat, einer Agentur der Dentsu Austria Gruppe.Hierzulande lässt das Wachstumspotenzial allerdings etwas nach: War der Anstieg der Werbeausgaben von 2015 auf heuer noch 2,4 Prozent, wird der Markt kommendes Jahr um 1,7 Prozent zulegen. Wachstumstreiber bleibt digitale Werbung, hier wird eine Zunahme von 13 Prozent erwartet. In den nächsten Jahren wird Digital bereits ein Viertel der Werbeausgaben ausmachen. Andreas Weiss, CEO Dentsu Austria dazu: „Programmatic Advertising wird 2017 um 105 Prozent zulegen. Der Marktanteil mag jetzt zwar noch gering sein, Programmatic wird in den kommenden Jahren aber einer der Key Driver der Digitalausgaben sein, genauso Social Media.“
Höhere Werbekosten für TV, Radio und Out-of-Home gegenüber 2015 sind abgesehen von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen auch auf die Bundespräsidentschaftswahlen zurückzuführen. Nach wie vor bleibt Österreich heuer mit einem Marktanteil von 50 Prozent ein Print-Markt. „2017 gehen wir von nur noch 44 Prozent Marktanteil von Print-Werbung aus. Digital steigt und steigt, nächstes Jahr liegt der Share of Advertising Spend bei bereits 23 Prozent“, so Weiss. Der Ad Spend Forecast prognostiziert für Österreich in 2017 zudem ein Wachstum bei Mobile (+53,6 Prozent), Social Media (+20 Prozent), Online Video (+32 Prozent), Paid Search (+10 Prozent) und Display-Werbung (+7 Prozent). TV bleibt stark mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent und einem Marktanteil von 20,4 Prozent.

Online plus 13,6 Prozent

Weltweit belaufen sich die Werbeausgaben 2016 auf 548,2 Milliarden US-Dollar. 2017 wird der Wert um 4 Prozent ansteigen und 570,4 Milliarden Dollar betragen. Digitale Werbung wird um 13,6 Prozent zulegen (+20,1 Mrd. US-Dollar), bei einem Marktanteil von fast einem Drittel (30,2Prozent).

„Global wachsen die Digitalausgaben dreimal so schnell wie die restlichen Spendings. Die Digitalwirtschaft bringt auch Komplexität, schnelle Veränderung und Disruption mit sich. Marken können künftig nur eine Bindung zu ihren Konsumenten aufbauen und relevant bleiben, wenn sie verstärkt auf den digitalen Dialog setzen“, ergänzt Andreas Weiss. Der größte globale Marktanteil bleibt 2017 mit 40,3 Prozent aber bei TV. Ebenfalls im Steigen 2017: Kinowerbung (+4,6 Prozent), Radio (+0,6 Prozent) sowie Out-of- Home-Werbung (+3,4 Prozent). Einzig Print verliert auch nächstes Jahr weiterhin an Relevanz (- 4,3 Prozent). In Westeuropa bleibt UK trotz Brexit heuer der größte Werbemarkt mit plus 5,4 Prozent Wachstum. (jw)

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