Der schwedische Künstler und Cyber-Philosoph Alexander Bard war der Stargast beim diesjährigen Tag der Marktkommunikation, der unter dem Motto „Co-Creation“ stand. Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien, die den Event organisierte, lud neben Bard auch noch AKQA-CEO Ajaz Ahmed, Trendforscherin Manuela Procopio, Kleine Agentur-Inhaberin Alexandra Fiedler-Lehmann und Kraftkinz-Chefin Birgit Kraft-Kinz ein, die unter der Moderation von Daniel Cronin über das Thema „Co-Creation“ diskutierten.
„Wer den Informationsfluss kontrolliert, kontrolliert alles“
Den Tag eröffnete Procopio mit einem Referat, in dem sie schilderte, dass Co-Creation aus den Ebenen Community, Experience und Engagement besteht: „Kunden wollen nicht mehr nur an der Unternehmensgeschichte teilnehmen, sie wollen sie schreiben.“ Ajaz Ahmed wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass erfolgreiche Unternehmen wie große Orchester seien, die auf unterschiedlichen Instrumenten unterschiedliche Melodien und Rhythmen spielen, gemeinsam aber ein stimmiges Stück kreieren.
Alexander Bard betonte in seinem Vortrag, dass Co-Creation ein Begriff für etwas sei, das schon lange existiert: Interaktivität. Das Internet sei ein Synonym für Interaktivität, wodurch sich die Welt dramatisch verändere. Er verglich die Folgen der Internetnutzung mit den Auswirkungen des Buchdrucks, der ebenfalls eine Medienrevolution auslöste. „Wer den Informationsfluss kontrolliert, kontrolliert alles“, gab er darüber hinaus zu bedenken.
Chance für KMU's
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurde unter anderem über Social Skills diskutiert. Diese seien für Co-Creation unabdingbar, so der Tenor. „Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ist Co-Creation eine große Chance, um kommunikativ erfolgreich zu handeln. Der Trend geht eindeutig in diese Richtung“, resümmierte Alexandra Fiedler-Lehmann. (as)
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Manuela Procopio