Trotz Staus und Parkplatznot
Für die meisten Österreicher bleibt das Auto unverzichtbar

| Tobias Seifried 
| 14.07.2026

Steigende Staus, Parkplatzmangel und zahlreiche Baustellen sorgen für Frust auf heimischen Straßen. Dennoch ist die Mehrheit der Bevölkerung auf den eigenen Pkw angewiesen und sieht ihn nach wie vor als Symbol für Freiheit.

Laut einer aktuellen Marketagent-Studie (siehe Infobox) bleibt das Auto für die meisten Menschen in Österreich ein zentraler Bestandteil ihres Alltags. Demnach nutzen knapp 80 Prozent der Bevölkerung regelmäßig einen Pkw – sei es privat oder beruflich. Für viele sei das Fahrzeug dabei weit mehr als nur ein Fortbewegungsmittel: Rund die Hälfte verbinde damit vor allem Freiheit und Unabhängigkeit, schreiben die Studienautor:innen.

Nur 2,3 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen ohne Auto nichts fehlen würde. Die meisten würden vor allem die Flexibilität im Alltag, die zeitunabhängige Mobilität sowie die Möglichkeit vermissen, Einkäufe oder Gepäck einfach zu transportieren.

Gen Z verbindet Auto besonders stark mit Freiheit

Besonders ausgeprägt ist der Studie zufolge dieses Bild bei der Generation Z. Für 55,6 Prozent der 17- bis 26-Jährigen steht das Auto vor allem für persönliche Freiheit. Als reines Transportmittel sehen es in dieser Altersgruppe lediglich 36 Prozent.

"Das Auto ist für die meisten Österreicher:innen weit mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es steht für Selbstbestimmung, Flexibilität und die Freiheit, den Alltag nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten", sagt Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent.

Rolle des Autos© Marketagent

Staus und Parkplatzsuche trüben das Bild

Gleichzeitig zeige die Studie aber auch die Kehrseite der Mobilität. Mehr als jede:r Zweite (56,3 Prozent) nimmt eine Verschlechterung der Verkehrssituation in Ballungsräumen wahr. Als wichtigste Ursachen nennen die Befragten Baustellen (49,5 Prozent), den Pendlerverkehr (46,8 Prozent) sowie die hohe Zahl an Fahrzeugen. Fast acht von zehn Autofahrer:innen versuchen deshalb, Staus gezielt zu vermeiden – etwa durch Fahrten außerhalb der Stoßzeiten oder alternative Routen.

Auch die Parkplatzsuche werde zunehmend zur Herausforderung: 63,5 Prozent empfinden die Situation in Städten als schlechter als früher. Rund 30 Prozent vergleichen die Suche nach einem freien Stellplatz mit einem Glücksspiel, weitere 28 Prozent mit einem Geduldsspiel.

Günstigere Öffis und mehr Parkhäuser gewünscht

Um die Parkplatzsituation zu verbessern, wünschten sich die Befragten vorwiegend günstigere öffentliche Verkehrsmittel (36,9 Prozent), mehr Parkhäuser und Tiefgaragen (35,4 Prozent) sowie zusätzliche Park-and-Ride-Anlagen (33,9 Prozent).

Laut Schwabl zeige die Studie, dass das Auto zwar weiterhin als Symbol persönlicher Freiheit wahrgenommen werde, dieses Gefühl jedoch zunehmend durch Staus und Parkplatzmangel eingeschränkt werde. Die Mobilität der Zukunft werde daher nicht allein durch neue Antriebstechnologien entschieden, sondern auch durch eine leistungsfähige Infrastruktur und eine effiziente Verkehrslenkung.

www.marketagent.com

Über die Studie

Die wichtigsten Ergebnisse

  • 79,7 Prozent der Österreicher:innen nutzen regelmäßig ein Auto.
  • 49,7 Prozent sehen ihr Auto als Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit.
  • Nur 2,3 Prozent würden ohne Auto nichts vermissen.
  • 56,3 Prozent beobachten mehr Staus in Ballungsräumen.
  • 63,5 Prozent empfinden die Parkplatzsituation als schlechter.
  • 78 Prozent versuchen aktiv, Staus zu vermeiden.
  • Am häufigsten gewünscht werden günstigere Öffis (36,9 Prozent), mehr Parkhäuser (35,4 Prozent) und zusätzliche Park-and-Ride-Anlagen (33,9 Prozent).

Methodik

  • Auftraggeber: Marketagent (Eigenstudie)
  • Befragungszeitraum: 19. bis 25. März 2026
  • Methode: Online-Befragung (CAWI)
  • Stichprobe: 1.088 Personen in Österreich
  • Zielgruppe: 17- bis 75-Jährige
  • Repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Über die Studie

Die wichtigsten Ergebnisse

  • 79,7 Prozent der Österreicher:innen nutzen regelmäßig ein Auto.
  • 49,7 Prozent sehen ihr Auto als Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit.
  • Nur 2,3 Prozent würden ohne Auto nichts vermissen.
  • 56,3 Prozent beobachten mehr Staus in Ballungsräumen.
  • 63,5 Prozent empfinden die Parkplatzsituation als schlechter.
  • 78 Prozent versuchen aktiv, Staus zu vermeiden.
  • Am häufigsten gewünscht werden günstigere Öffis (36,9 Prozent), mehr Parkhäuser (35,4 Prozent) und zusätzliche Park-and-Ride-Anlagen (33,9 Prozent).

Methodik

  • Auftraggeber: Marketagent (Eigenstudie)
  • Befragungszeitraum: 19. bis 25. März 2026
  • Methode: Online-Befragung (CAWI)
  • Stichprobe: 1.088 Personen in Österreich
  • Zielgruppe: 17- bis 75-Jährige
  • Repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

leadersnet.TV