Fünf Tage kein Warmwasser
Wien Energie schickt Anrainer zum Duschen ins Rapid-Stadion

| Larissa Bilovits 
| 21.06.2026

Rund 140 Häuser im 14. und 16. Bezirk werden Ende Juni aufgrund von Wartungsarbeiten fünf Tage lang kein Warmwasser haben. Als Ersatz öffnen neben Duschcontainern und den Wiener Bädern auch Sportvereine ihre Türen.

Von 25. bis 29. Juni modernisieren Wien Energie und die Wiener Netze die sogenannte Flötzersteig-Leitung – ein Fernwärmenetz, das seit 1963 in Betrieb ist und die Wärme von Österreichs ältester Müllverbrennungsanlage in die Haushalte bringt. Auf einer Strecke von mehr als drei Kilometern sollen Armaturen getauscht, zusätzliche Ventile eingebaut und der Leitungszugang verbessert werden. An rund 140 Hausanschlüssen, sprich für schätzungsweise tausende Haushalte, in Teilen des 14. und 16. Bezirks bedeutet das: Heizung und Warmwasser fallen von Mittwoch früh bis Sonntag vor dem Frühstück aus. Angesichts der aktuellen Temperaturen wird der Heizungsausfall wohl niemanden aus der Ruhe bringen – wohl aber der Gedanke an fünf Tage ohne warme Dusche. Wien Energie hat deshalb vorgesorgt: Ersatzduschen gibt es unter anderem im Rapid-Stadion.

Sportlicher Ersatz

Mobile Duschcontainer stehen unter anderem bei der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig, im Matznerpark, im Gustav-Klimt-Park und im Bereich Zwinzgasse. Wer lieber unter einem Vereinsdach duscht, kann aber auch die Anlagen von SK Rapid Wien, SK Slovan HAC, FV Austria XIII und SC Red Star Penzing nutzen – kostenlos, ohne Anmeldung. Darüber hinaus verteilt Wien Energie auch Wertkarten für alle Hallen-, Brause- und Freibäder der Stadt, einlösbar von 25. bis 30. Juni.

Für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen mit erhöhten Pflegebedürfnissen organisiert Wien Energie zudem barrierefreie Duschmöglichkeiten sowie einen Fahrtendienst in Zusammenarbeit mit den Wiener Lokalbahnen Verkehrsdiensten.

Arbeiten nur im Sommer möglich

Dass die Arbeiten ausgerechnet im Juni stattfinden, ist kein Zufall: Die Müllverbrennungsanlage Flötzersteig muss einmal jährlich für eine Generalrevision abgeschaltet werden – und das passiert im Sommer, wenn der Fernwärmebedarf am niedrigsten ist. Nur während dieses Stillstands lassen sich die nötigen Wartungsarbeiten an der angeschlossenen Leitung durchführen. Durch die Bündelung beider Maßnahmen bleibt es bei einer einzigen Unterbrechung für die Betroffenen.

"Uns ist bewusst, dass die Versorgungsunterbrechung für die betroffenen Bewohner:innen eine Belastung darstellt. Leider sind die Arbeiten zwingend notwendig, um auch in Zukunft eine sichere Fernwärmeversorgung in den betroffenen Grätzeln gewährleisten zu können", so Sascha Zabransky, Geschäftsführer von Wien Energie.

www.wienenergie.at

www.wienernetze.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV