Video & Fotos der Premiere
Rennbahntheater Baden brachte Schnitzlers "Anatol" auf die Open-Air-Bühne

Als Stationentheater führt die Produktion das Publikum zu wechselnden Schauplätzen auf dem Gelände der Trabrennbahn Baden. Das Theatererlebnis wird durch ein begleitendes Drei-Gänge-Menü ergänzt. LEADERSNET.tv besuchte die Premiere und holte Regie sowie Schauspieler:innen vor die Kamera.

Am Sonntagabend, den 21. Juni 2026, feierte Arthur Schnitzlers berühmter Figurenzyklus "Anatol" eine glanzvolle Premiere auf der Trabrennbahn Baden. Somit verwandelt sich die traditionsreiche Sportstätte auch in diesem Sommer wieder in eine Open-Air-Theaterkulisse und lädt das Publikum zu einer Reise in die Welt der großen Gefühle, Zweifel und feinen Wiener Ironie ein.

Ein Klassiker im Renntempo

Schnitzlers Werk erzählt zeitlos von Sehnsucht und Eitelkeit, von Verführung und Selbsttäuschung – und von einem Mann, der stets glaubt, die Liebe gefunden zu haben, nur um im nächsten Moment wieder daran zu verzweifeln. Die pointierten Dialoge und psychologisch feinen Beobachtungen machen das Stück bis heute zu einem der spannendsten Klassiker der österreichischen Theaterliteratur. 

"Heuer spielen wir den Anatol von Arthur Schnitzler, der ja auf die Trabrennbahn passt, wie die Faust aufs Aug‘ – würden wir sagen in Oberösterreich. Ich bin auf dieses Ambiente gestoßen, auf Anraten von Stefan Sirucek, unserem ehemaligen Bürgermeister in Baden, und war sofort schockverliebt", erklärte Conny Boes gegenüber LEADERSNET.tv. "Wir spielen auf sechs verschiedenen Schauplätzen. Wir haben versucht, die Kulissen der Trabrennbahn so gut wie möglich zu integrieren und auch aufzunehmen, zu etablieren und mit so wenig Requisiten und Bühnenbild, wie nur möglich, auszukommen. Und ich bin überzeugt, dass uns das auch heuer wieder ganz gut gelungen ist."

Für die Regie des Stationentheaters konnte die bekannte Musicaldarstellerin Luzia Nistler gewonnen werden, die unter anderem aus internationalen Produktionen von "Das Phantom der Oper" bekannt ist. Ihre Inszenierung hielt, was die Ankündigungen (LEADERSNET berichtete) versprachen: Sie bot eine frische, lebendige und stimmungsvolle Annäherung an den Klassiker, die den gesamten Sandplatz bespielte. 

Starkes Ensemble und kulinarischer Genuss

Die vielschichtigen Figuren wurden von einem spielfreudigen Ensemble zum Leben erweckt, dessen Besetzung bereits im Vorfeld beim Pressegespräch in der Sparkasse Baden präsentiert worden war. Initiatorin Conny Boes steht dabei selbst auf der Bühne. Gemeinsam mit Sabrina Zettl, Thomas Bauer, Andreas Steiner und Sandro Swobodo überzeugte sie das Premierenpublikum durch ein präzises, emotionales Zusammenspiel. 

Das vom Rennbahntheater Baden etablierte Format setzt zudem auf ein Zusammenspiel aus Kultur und Kulinarik. Das Publikum erlebte daher einen atmosphärischen Abend, der neben der Aufführung ein dreigängiges Menü umfasste. Die Servicestationen fügten sich in den Ablauf des Stücks ein und machten das Event zum Fest für alle Sinne. 

Erste Eindrücke vom Stück können Sie mittels Videos sammeln: 

Im Video

LEADERSNET.tv holte neben Conny Boes (Initiatorin des Rennbahntheaters & Schauspielerin) auch Luzia Nistler (Regie Anatol), Sandro Swoboda (Schauspieler/ Rolle Anatol) und Thomas Bauer (Schauspieler/ Rolle Sigmund Freud) vor die Kamera. 

Mehr Eindrücke von der Premiere können Sie zudem mittels Galerie gewinnen. 

www.badenerszenario.com

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