Mehr Schutz im Zug
ÖBB und Innenministerium unterzeichnen neue Vereinbarung für sichere Bahnhöfe

| Redaktion 
| 23.06.2026

Mit der erneuerten Initiative "Gemeinsam.Sicher" wollen beide Partner gemeinsam für ein spürbar besseres Sicherheitsgefühl auf der Schiene und an Österreichs Bahnhöfen sorgen. 

Die ÖBB und das Bundesministerium für Inneres (BMI) bauen ihre Sicherheitsallianz im öffentlichen Verkehr weiter aus. Am Wiener Hauptbahnhof unterzeichneten beide Partner eine erneuerte Kooperationsvereinbarung im Rahmen der Initiative "Gemeinsam.Sicher". Damit wird die bereits seit 2006 bestehende Partnerschaft auf eine neue Stufe gestellt, um den Schutz auf Bahnhöfen und in Zügen österreichweit strategisch zu vertiefen.

Sicherheit als gemeinsame Aufgabe

Täglich nutzen Hunderttausende die österreichischen Züge und Bahnhöfe. Um den hohen Anforderungen an diese öffentlichen Räume gerecht zu werden, stärken Bahnbetreiber und Exekutive ihre Zusammenarbeit. Die neue Vereinbarung vertieft bewährte Maßnahmen wie gemeinsame Zugstreifen, koordinierte Schwerpunktaktionen, enge Kommunikation und gegenseitige Schulungen.

Innenminister Gerhard Karner betonte bei der Unterzeichnung, dass eine enge Kooperation zwischen Polizei und Bahn für den Schutz von Fahrgästen und Personal unerlässlich sei. Das Ziel der Partnerschaft liege darin, Straftaten präventiv zu verhindern und im Ernstfall schnell sowie koordiniert einzugreifen.
Auch für ÖBB-Chef Andreas Matthä hat Sicherheit oberste Priorität. Die Vereinbarung setze auf konsequente Prävention, Früherkennung und den bestmöglichen Schutz aller Beteiligten. Im Ernstfall baue man auf ein rasches, eng abgestimmtes Einschreiten der Polizei.

Roman Hebenstreit, Vorsitzender des ÖBB-Konzernbetriebsrates, hob zudem die Bedeutung der sichtbaren Präsenz hervor. Die verstärkte Polizeipräsenz in Zügen und auf Bahnhöfen sei ein wichtiger Schritt. Er gab jedoch zu bedenken: "Nur im Zusammenspiel mit zusätzlichem Personal in Zügen und auf Bahnhöfen lässt sich flächendeckend Sicherheit schaffen."

Null Toleranz bei Gewalt

Übergriffe auf Bahnmitarbeiter:innen sind ein anhaltendes Problem, das sowohl in Österreich als auch international auf konstant hohem Niveau stagniert. Das spürbar gestiegene Aggressionspotenzial im öffentlichen Raum verlangt nach klaren Gegenstrategien. Die ÖBB reagieren darauf mit einem umfassenden Maßnahmenpaket: Neben Deeskalations- und Kommunikationstrainings setzt der Konzern auf einen gezielten 10-Punkte-Plan und den flächendeckenden Einsatz von Bodycams. Ein zentraler Pfeiler dieser Schutzstrategie bleibt die enge Verzahnung mit der Polizei, die durch regelmäßige gemeinsame Zugstreifen und koordinierte Schwerpunktaktionen Präsenz zeigt.

www.oebb.at

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