Fotos vom MCÖ Business Breakfast
Wie KI verändert, was Nutzer von Websites erwarten

Beim jüngsten MCÖ Business Breakfast stand im Mittelpunkt, wie sich die Customer Journey durch den zunehmenden Einsatz von KI verändert und welche Anforderungen daraus für digitale Angebote entstehen.

Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur, wie Menschen nach Informationen suchen, sondern auch, mit welchen Erwartungen sie auf Websites stoßen. Welche Folgen das für digitale Erlebnisse hat, stand im Mittelpunkt des jüngsten Business Breakfasts unter dem Titel "The Empathic Web", das der Marketing Club Österreich (MCÖ) gemeinsam mit der Digitalagentur Virtual Identity veranstaltete. 

Vom Standardauftritt zum situativen Erlebnis

Im Rahmen der Veranstaltung stellte das Agentur-Team einen Zugang vor, bei dem sich digitale Angebote an Kontext und Bedürfnisse der einzelnen Nutzer:innen anpassen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Personen, die über AI-Systeme auf eine Website kommen, oft schon ausführlich recherchiert haben und mit klaren Vorstellungen eintreffen – weshalb sie nicht ein weiteres Mal über standardisierte Informationswege geleitet werden sollten.

"Auffindbarkeit bringt den Besuch. Was daraus wird, entscheidet das Erlebnis", betont Amir Tavakolian, Director Business Development bei Virtual Identity. An einem Live-Prototyp führte Timo Mayer, Technical AI Expert bei Virtual Identity, vor, wie sich aus ein und derselben Markenbasis in Echtzeit verschiedene Website-Erlebnisse entwickeln lassen. Als Beispiel diente das fiktive Urlaubsresort "Serene Haven", das für zwei unterschiedliche Nutzungssituationen durchgespielt wurde. In einer hektischen Alltagssituation rückte eine transaktionsorientierte Darstellung mit Preisen und Verfügbarkeiten in den Vordergrund, während in einer entspannten Situation emotionale Inhalte, Bildwelten und Vertrauen dominierten.

Der Ansatz von Virtual Identity beruht dabei auf drei Schritten. Im ersten Schritt werden freiwillig bereitgestellte Signale erfasst (Sensing), anschließend im jeweiligen Nutzungskontext gedeutet (Reasoning) und schließlich zu passenden Inhalten und Interface-Elementen zusammengeführt (Rendering).

Mensch und Maschine gemeinsam adressieren

Für Marketingverantwortliche leiten sich daraus drei Handlungsfelder ab. Sie müssen ausführbare Markenrichtlinien für AI-Systeme schaffen, die User Experience um eine Agent Experience ergänzen und Inhalte so strukturieren und anpassbar machen, dass sie von Menschen wie von Maschinen verstanden werden. Die anschließende, rege Publikumsdiskussion moderierte Birgit Sedlmayer-Gansinger.

"Unser Business Breakfast machte deutlich, dass mit dem zunehmenden Einfluss von AI auf die Customer Journey nicht nur die Auffindbarkeit von Marken wichtiger wird. Auch die Fähigkeit, digitale Erlebnisse situativ und relevant zu gestalten, wird immer bedeutender", so Regina Loster, Geschäftsführerin des Marketing Club Österreich, abschließend.

LEADERSNET war vor Ort und hat Eindrücke für Sie in den Galerien hier und hier gesammelt.

www.marketingclub.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV