Branding-Offensive
Österreichische Kinderhilfe bricht nach 25 Jahren mit altem Design

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert verabschiedet sich das etablierte Hilfswerk von seinem gewohnten Gesicht. Mit einer neuen Leitidee und einem radikalen Marken-Relaunch macht die Wiener Agentur Achtzehn Grad ab Juni sichtbar, wie Armut den Alltag der Jüngsten verzerrt. 

Die organisierte Unterstützung für die Jüngsten unserer Gesellschaft blickt in Österreich auf eine bewegte, von tiefen gesellschaftlichen Umbrüchen geprägte Geschichte zurück. Noch im 19. Jahrhundert war der Alltag vieler Heranwachsender von harter Fabrikarbeit und Armut bestimmt. Erst mit den ersten gesetzlichen Schutzmaßnahmen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wegweisenden Reformen wandelte sich der staatliche und private Zugang zur Fürsorge. Aus der reinen Armutsbekämpfung und Überlebenssicherung entwickelte sich über die Jahrzehnte ein professionelles System der sozialen Arbeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden schließlich jene zivilgesellschaftlichen Initiativen und Vereine, die bis heute das soziale Netz des Landes tragen – darunter auch die Österreichische Kinderhilfe

Hilfe seit fast 50 Jahren

Inmitten dieser historischen Entwicklungen formierte sich 1979 zunächst die humanitäre Hilfsaktion "Glück für das Kind", aus der die heutige Österreichische Kinderhilfe hervorging. Seit fast fünf Jahrzehnten agiert die Organisation als Anlaufstelle für Familien in schwierigen Lebenslagen. Doch während sich die Kernmission des Vereins nie verändert hat, tun es die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart sehr wohl. Denn auch im 21. Jahrhundert gehört soziale Benachteiligung hierzulande nicht der Vergangenheit an, sondern ist eine wachsende, oft unsichtbare Realität, die einhergeht mit Hunger, Isolation und bescheidenen Bildungschancen. 

Um diese harten Fakten wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, bricht der Traditionsverein nun mit seinen bisherigen Sehgewohnheiten und präsentiert sich am 1. Juni erstmals seit über 25 Jahren mit einem vollständig erneuerten Markenauftritt. Verantwortlich für das umfassende Rebranding, die neue Leitidee und die begleitende Kampagne zeichnet sich die Wiener Agentur Achtzehn Grad.

Neuer Auftritt nach 25 Jahren

Die Agentur entwickelte dafür ein Branding, das den seit rund 50 Jahren bekannten Marienkäfer als zentrales Zeichen bewahrt und zugleich in eine zeitgemäße visuelle Sprache übersetzt. Auf diese Weise soll das historische Element der Organisation als wiedererkennbares Brandelement etabliert werden. 

"Die Rechte von Kindern berücksichtigend, setzt die Österreichische Kinderhilfe Schritte gegen Kinderarmut und gibt Kindern mit Behinderung eine Stimme. Mit dem neuen Auftritt schaffen wir erstmals eine konsistente Grundlage für unsere Kommunikation – von der Marke bis zur Kampagne. Das hilft uns, klarer aufzutreten, Vertrauen aufzubauen und unsere Arbeit für armutsbetroffene Kinder sichtbarer zu machen", so Germain Weber, Präsident Österreichische Kinderhilfe.

Realität armutsbetroffener Kinder

Getragen wird der neue Auftritt von der Leitidee, der "verschobenen Lebensrealitäten", denn Kinderarmut verändert Perspektiven und stellt für Betroffene vieles auf den Kopf. Dieser Gedanke prägt somit sowohl das Branding als auch die Kampagne und soll insbesondere in der Typografie und in der visuellen sowie sprachlichen Kommunikation sichtbar werden. 

Die Kampagne soll auf diese Weise sichtbar machen, was Kinderarmut im Alltag bedeutet: So übernehmen die Jüngsten bereits früh Verantwortung, müssen verzichten und erleben dieselbe Welt unter völlig anderen Voraussetzungen. Aus diesem Insight entsteht ein visuelles und sprachliches System, das über die Kanäle TV, Kino, Hörfunk, Out-of-Home und Website hinweg weitergeführt wird. "Wir wollten eine Idee entwickeln, die nicht nur kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugt, sondern über mehrere Jahre trägt. Kinderarmut stellt Lebensrealitäten auf den Kopf – genau diesen Gedanken haben wir typografisch, visuell und tonal in die Marke eingeschrieben", so Anna Benda, Creative Director bei Achtzehn Grad, abschließend.

Einen Eindruck von der Kampagne können Sie mittels YouTube-Video gewinnen: 

www.hilfeinemkind.at

www.achtzehngrad.at

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