Sanierungsverfahren eröffnet
Bekannter Paletten-Händler schlittert in Millionenpleite

| Redaktion 
| 19.05.2026

Lieferengpässe, rückläufige Umsätze und Preisdruck sollen das niederösterreichische Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage gebracht haben. Inklusive Dienstnehmer:innen seien knapp 100 Gläubiger betroffen.

Wie der KSV1870 und der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Dienstag bekanntgaben, wurde über das Vermögen der Brekner Paletten Logistik GmbH ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht St. Pölten eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Weistrach in Niederösterreich ist im Bereich Ankauf, Reparatur, Recycling, Tausch und Handel mit Paletten tätig. Laut KSV1870 sind rund 80 Gläubiger sowie 19 Mitarbeiter:innen betroffen, darunter zwei Angestellte, 16 Arbeiter:innen und ein Lehrling. Der AKV beziffert die Zahl der betroffenen Gläubiger inklusive Dienstnehmer:innen mit 98.

Lieferengpässe und Preisdruck als Ursachen

Nach Angaben der Schuldnerin belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 4,27 Millionen Euro. Demgegenüber stehe ein freies Vermögen von rund 107.000 Euro.

Als Gründe für die wirtschaftliche Schieflage werden unter anderem Lieferengpässe, insbesondere bei bestimmten Hilfsstoffen und Gebrauchtpaletten, rückläufige Umsätze sowie der erhebliche Preisdruck in der Branche genannt. Zudem seien laut Schuldnerin auch Kund:innen verloren gegangen. Die Ursachen würden aus Sicht des Unternehmens unter anderem auf geopolitische Entwicklungen zurückgehen, die für die Schuldnerin nicht beeinflussbar gewesen seien.

Unternehmen soll fortgeführt werden

Trotz der Insolvenz soll der Betrieb fortgeführt werden. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 23 Prozent angeboten, zahlbar binnen zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans. Die Realisierbarkeit des Vorschlags wird nun von den Gläubigerschutzverbänden geprüft. "Das Unternehmen gibt dazu an, dass Sanierungs- bzw. Umsatzsteigerungsmaßnahmen umgesetzt werden sollen und so eine Sanierung des Unternehmens angestrebt wird", so Peter Stromberger vom KSV1870.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Wolfgang Strasser bestellt. Die gerichtliche Anmeldefrist läuft bis 30. Juni 2026. Die erste Gläubigerversammlung, Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet am 14. Juli 2026 statt. Die Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung ist für 11. August 2026 angesetzt.

www.ksv.at

www.akv.at

In öffentlich zugänglichen Unterlagen sind im Jahresabschluss 2024 895 000 Aktiva, die rund 135000 Passiva gegenüber stehen, ausgewiesen.

Ich frag mich
a) was diese Meldung soll, das macht nur schlechte Stimmung, Kleinunternehmens Insolvenzen als "schlittert" in die Insolvenz zu bezeichnen.
b) was machen die Eigentümer, dass so viele Verbindlichkeiten angehäuft werden?
Haben sie um 4 Mio Paletten gekauft und nicht bezahlt??? Dann stehen die auch wo rum?
Haben Sie um 4 Mio Hilfsstoffe gekauft??? Auch die stehen/liegen wo rum.
Fallen Kunden weg und ich habe massiv eingekauft vorher??? Falsch geplant???

Vielleicht liege ich falsch, aber dieses gehäufte Insolvenz anmelden kleiner unter ihnen hinter denen Holding Konstrukte stehen, ich hoffe, das sieht sich Mal wer genauer an, wer da tatsächlich bei wem "Schulden" hat.

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