Fotos vom Turquoise Carpet
Wien startete mit Glamour und Gänsehaut-Momenten in die ESC-Woche

| Larissa Bilovits 
| 11.05.2026

Am Sonntag zogen die Delegationen der 35 Teilnehmerländer über den "Turquoise Carpet" am Rathausplatz, wo sie von tausenden Fans und internationalen Medienvertreter:innen begrüßt wurden. Dabei trafen ausgefallene Looks auf musikalische Höhepunkte.

Nach dem Triumph von JJ im Vorjahr ist Wien derzeit Bühne des 70. Eurovision Song Contests (LEADERSNET berichtete zuletzt u.a. hier). Der offizielle Startschuss für die bei Fans und Verantwortlichen lang ersehnte ESC-Woche fiel nun am Sonntagabend mit der traditionellen Willkommenszeremonie in der Wiener Innenstadt: Am "Turquoise Carpet" präsentierten sich die Delegationen der 35 Teilnehmerländer zunächst vor dem Burgtheater, ehe sie sich über die Ringstraße in Richtung Rathaus bewegten. Dort wurden sie von Tausenden Fans, internationalen Medienvertreter:innen und zahlreichen Schaulustigen empfangen. Bereits davor hatte das "Eurovision Village" am Rathausplatz als zentrale Fanzone des Bewerbs geöffnet.

Acts glänzten in extravaganten Looks

Der Auftritt der Delegationen und ihrer Acts entwickelte sich zu einem Mix aus Fan-Nähe, Selfiemarathon und großer Inszenierung. Während manche Künstler:innen auf klassische Eleganz setzten, nutzten andere den Nachmittag, um mit auffälligen Outfits und bewusst gesetzten Details die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Bulgariens Teilnehmerin Dara erschien etwa in einem Kleid mit markanten Fell-Elementen, Montenegros Tamara Živković setzte auf einen besonders auffälligen Haar-Look. Das kroatische Quintett Lelek hielt seinen Auftritt hingegen beispielsweise in reduzierter, einheitlicher Optik. Australiens Delta Goodrem setzte auf ein goldenes Kleid, Frankreichs Monroe fiel mit einer aufwendigen Flechtfrisur auf und Deutschlands Sarah Engels griff mit ihrer feurig roten und pompösen Robe das Motto ihres Songs "Fire" auf.

Aber auch bei den männlichen Acts gab es einzelne Hingucker: Georgiens Bzikebi trug goldene Details, Griechenlands Mitfavorit Akylas erschien mit markanter Kopfbedeckung, während Maltas Aidan mit einer Rosenschleppe über den Teppich ging. Litauens Lion Ceccah zeigte sich im silbern schimmernden Metallic-Look, Norwegens Jona Lovv wiederum kombinierte eine blaue Latzhose mit seinen sichtbaren Ganzkörpertattoos. Den Abschluss der eigentlich alphabetisch nach Land gereihten Parade bildete schließlich Österreichs Teilnehmer Cosmó, der in schlichtem Anzug und gewohnt blauem Stern auf dem Auge sowie gemeinsam mit dem ESC-Maskottchen Auri (LEADERSNET berichtete) auftrat.

Auf der Bühne unter dem Rathausturm wurden die Acts nach ihrem Gang über den Teppich in kurzen Gesprächen von ORF-Moderatorin Sylvia Graf empfangen, bei denen es unter anderem um Wien, die Stimmung vor Ort und erste Eindrücke aus der Stadt ging.

RSO sorgte für musikalischen Rahmen

Neben der Mode stand an diesem Nachmittag aber natürlich auch die Musik im Mittelpunkt. So zeichnete das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Christian Kolonovits für die Eröffnung mit der bekannten Eurovisionsfanfare von Marc-Antoine Charpentier verantwortlich. Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt sorgte zudem Vorjahressieger JJ, der seinen Siegersong "Wasted Love" gemeinsam mit dem RSO performte. Darüber hinaus erinnerte eine Einspielung von "Merci, Chérie", zu der Juliette Khalil ihre Stimme beisteuerte, an Österreichs erste ESC-Ikone Udo Jürgens. Ebenfalls auf der Bühne stand Musicalstar Moritz Mausser, der mit Conchitas Gewinnersong "Rise Like a Phoenix" für Gänsehaut sorgte.

Im Anschluss an das offizielle Event begrüßte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig die Delegationen übrigens noch im Festsaal des Rathauses zur Welcome Ceremony.

Eindrücke vom Event finden Sie in den Galerien hier und hier.

www.orf.at

www.songcontest.orf.at

www.wien.gv.at

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