Jahresbilanz 2025
Wiener Städtische verzeichnet Wachstum und baut Marktposition aus

| Redaktion 
| 23.04.2026

Besonders gut entwickelten sich Kranken- und Lebensversicherung. Der Anstieg in allen Sparten war vor allem auf die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten und die stark gesunkenen Schäden aus Naturgefahren zurückzuführen.

Die Wiener Städtische Versicherung hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. In einem von wirtschaftlichen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen geprägtem Umfeld erhöhten sich die Gesamtprämien um 4,7 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich das Unternehmen stärker als der Gesamtmarkt und erzielte in sämtlichen Sparten Zuwächse. Das zeigen die am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse.

"Unsere soliden Ergebnisse unterstreichen einmal mehr die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells. Besonders erfreulich ist, dass wir stärker als der Gesamtmarkt gewachsen sind und in allen Geschäftssparten – auch in der Lebensversicherung – ein Plus erzielen konnten. Diese erfolgreiche Entwicklung ist eine sehr gute Basis, um unseren Kurs auch in den nächsten Jahren fortzusetzen", so Ralph Müller, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung.

Zuwachs in Schaden, Gesundheit und Leben

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Prämien um vier Prozent auf 1,93 Milliarden Euro. Deutlich stärker entwickelte sich die Krankenversicherung mit einem Plus von 8,6 Prozent auf 589 Millionen Euro. Auch die Lebensversicherung legte zu und erreichte mit einem Wachstum von 4,1 Prozent ein Prämienvolumen von 1,25 Milliarden Euro.

Die Nachfrage erstreckte sich laut dem Unternehmen über alle Produktarten hinweg. Besonders stark blieb das Wachstum bei fondsgebundenen Produkten, während auch klassische Lebensversicherungen wieder stärker nachgefragt wurden. "Immer mehr Menschen wird bewusst, dass sie sich allein auf das staatliche System nicht mehr verlassen wollen und sorgen vermehrt privat vor", so der Wiener-Städtische Generaldirektor.

Ergebnisanstieg durch geringere Schäden

Der Gewinn vor Steuern belief sich 2025 auf 417 Millionen Euro nach 318,6 Millionen Euro im Jahr zuvor. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere positive Entwicklungen an den Kapitalmärkten sowie deutlich niedrigere Schäden aus Naturgefahren.

Nachdem 2024 ein Rekordwert von 227 Millionen Euro an Naturgefahrenschäden verzeichnet worden war, lagen diese 2025 bei 47 Millionen Euro. "Das Vorjahr war ein absolutes Ausnahmejahr, wir gehen davon aus, dass wir heuer wieder mit steigenden Schäden rechnen müssen", sagt Müller.

Höhere Leistungen und steigende Nachfrage

Insgesamt zahlte die Wiener Städtische im Jahr 2025 rund 3,2 Milliarden Euro an Leistungen aus. Das entspricht durchschnittlich 12,7 Millionen Euro pro Arbeitstag, so das Unternehmen. Besonders in der Krankenversicherung kam es zu einem deutlichen Anstieg um 6,2 Prozent. Gründe dafür sind gestiegene Kosten im Gesundheitswesen sowie eine intensivere Nutzung medizinischer Leistungen, etwa bei Wahlärzt:innen.

Ausbau als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb

Mit 209 Lehrlingen erreichte das Unternehmen einen neuen Höchststand und bleibt damit laut eigenen Angaben der größte Ausbildungsbetrieb in der Versicherungsbranche. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 14 Prozent. Neben jungen Fachkräften setzt die Wiener Städtische auch auf erfahrene Mitarbeiter::innen. Rund 300 Beschäftigte sind über 60 Jahre alt, zusätzlich wurden in den vergangenen Jahren mehr als 100 Personen über 50 neu eingestellt.

Positiver Start ins Jahr 2026

Auch im laufenden Jahr setze sich die Entwicklung fort. In den ersten Monaten 2026 wurden in allen Sparten Prämienzuwächse erzielt, besonders deutlich erneut im Bereich Gesundheitsvorsorge.

"Trotz der anhaltenden Unsicherheiten verläuft die Prämienentwicklung weiterhin positiv und stimmt uns zuversichtlich, dass wir auch im Gesamtjahr 2026 weiterwachsen werden", so Müller abschließend.

www.wienerstaedtische.at

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