Marken- & Modellranking 1. Quartal 2026
Auf diese Autos fahren die Österreicher wirklich ab

| Tobias Seifried 
| 12.04.2026

Österreichs Pkw-Neuwagenmarkt ist mit kräftigem Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal waren vor allem alternative Antriebe die Treiber, während Verbrenner stagnierten. Im März schaffte es sogar ein reines E-Auto auf Platz 1.

Nach dem selbst für Branchenprofis überraschend großen Plus im Vorjahr (LEADERSNET berichtete) konnte der heimische Pkw-Neuwagenmarkt im ersten Quartal 2026 noch einmal deutlich zulegen. Laut den aktuellen Daten von Statistik Austria wurden von Jänner bis März 77.235 Pkw neu zugelassen – ein Anstieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Maßgeblich für diese Entwicklung ist vor allem die dynamische Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Insgesamt entfielen bereits 63,5 Prozent aller Neuzulassungen auf entsprechende Antriebssysteme – nach 57,4 Prozent im Vergleichszeitraum 2025.

Alternative Antriebe treiben Wachstum

Den stärksten Zuwachs verzeichneten Benzin-Hybrid-Pkw mit 28.460 Neuzulassungen (+42,0 %), gefolgt von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen mit 17.347 Einheiten (+22,4 %). Rückläufig entwickelten sich hingegen Diesel-Hybride (−10,7 %). Konventionelle Antriebe stagnierten insgesamt auf Vorjahresniveau (+0,1 %). Während Benzin-Pkw leicht zulegten (+4,3 %), gingen Diesel-Neuzulassungen deutlich zurück (−9,5 %).

Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, betont: "Der Zuwachs geht vor allem auf die starke Nachfrage von Benzin-Hybriden und Elektro-Autos zurück, während die Neuzulassungen von konventionell angetriebenen Pkw stagnieren." Besonders dynamisch entwickelte sich der Einzelmonat März (siehe unten).

Firmen dominieren Nachfrage

Die Nachfrage wird weiterhin klar von Unternehmen getragen: 65,8 Prozent der Neuzulassungen entfielen auf juristische Personen, Firmen oder Gebietskörperschaften. Private Fahrzeughalter:innen machten 34,2 Prozent aus. Am höchsten zeigte sich der Privatanteil bei Benzin-Hybriden (38,8 %), während Diesel-Pkw mit lediglich 20,1 Prozent besonders selten von privaten Käufer:innen nachgefragt wurden.

Markenranking Q1 2026

Im Markenranking lagen im ersten Quartal 2026 Volkswagen (14,9 % Marktanteil), Skoda (11,1 %) und Audi (7,1 %) an der Spitze, gefolgt von BMW (6 %) und Seat (4,8 %). Die hierzulande traditionell starken VW-Konzernmarken erzielten sogar einen neuen Rekordmarktanteil.

  1. VW (11.525 Neuzulassungen; 14,9 Prozent)
  2. Skoda (8.538; 11,1 Prozent)
  3. Audi (5.466; 7,1 Prozent)
  4. BMW (4.626; 6,0 Prozent)
  5. Seat (3.732; 4,8 Prozent)
  6. Mercedes (3.426; 4,4 Prozent)
  7. Dacia (3.086; 4,0 Prozent)
  8. Cupra (2.885; 3,7 Prozent)
  9. Peugeot (2.537; 3,3 Prozent)
  10. Toyota (2.530; 3,3 Prozent)

Modellranking Q1 2026

Im Modellranking lag der VW Golf auf Platz eins. Dahinter folgten unter anderem das Tesla Model Y sowie der Skoda Octavia. Insgesamt dominieren etablierte Fahrzeuge den Markt. Im ersten Quartal 2026 ergibt sich folgendes Bild:

  1. VW Golf (2.661 Neuzulassungen; 3,4 Prozent)
  2. Tesla Model Y (1.826; 2,4 Prozent)
  3. Skoda Octavia (1.710; 2,2 Prozent)
  4. VW Polo (1.463; 1,9 Prozent)
  5. Seat Ibiza (1.328; 1,7 Prozent)
  6. BMW X1 (1.320; 1,7 Prozent)
  7. Skoda Fabia (1.293; 1,7 Prozent)
  8. Toyota Yaris (1.217; 1,6 Prozent)
  9. Audi Q3 (1.189; 1,5 Prozent)
  10. Skoda Karoq (1.183; 1,5 Prozent)

Damit stellen Modelle des Volkswagen-Konzerns mit sieben Vertretern einen Großteil der Top Ten. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg, zieht daher eine positive Zwischenbilanz: Das Quartalsergebnis stelle "eine gute Basis" dar, auch wenn der Markt stark von Aktionen geprägt sei. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr könnte "erstmals seit Corona wieder die 300.000er-Hürde" überschritten werden.

Zugleich verweist er darauf, dass die weitere Entwicklung von externen Faktoren abhänge und größere Investitionen – zu denen ein Autokauf zählt – in unsicheren Zeiten tendenziell aufgeschoben würden.

E-Autos legen deutlich zu

Im Segment der reinen Elektrofahrzeuge wurden im ersten Quartal 17.347 Pkw neu zugelassen, was einem Marktanteil von 22,5 Prozent entspricht. Im Modellranking der Elektroautos liegt das Tesla Model Y, das im Vorjahr auch der meistverkaufte Stromer der Welt war (LEADERSNET berichtete), auf Platz eins. Dahinter folgen mit Elroq und Enyaq zwei E-Autos von Skoda. 

Vom E-Auto-Boom profitiert auch der chinesische Hersteller BYD, der mittlerweile auch Plug-in-Hybride verkauft. Im März konnte die Marke erstmals vierstellige Neuzulassungen erreichen (1.112 Fahrzeuge; 3,4 % Marktanteil). Im ersten Quartal liegt das Unternehmen mit 2.484 Neuzulassungen bei 3,2 Prozent Marktanteil auf Rang elf im Gesamtmarkt. Im Segment der Elektrofahrzeuge belegt BYD mit 9,5 Prozent Marktanteil aktuell Platz vier. BYD-Österreich-Chef Danijel Dzihic sagt dazu: "Das ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zur Volumensmarke." Man wolle in Österreich "nachhaltig und konstant wachsen", die Entwicklung im ersten Quartal zeige, dass "die Richtung stimmt".

Starker März als Wachstumstreiber

Besonders dynamisch entwickelte sich der Einzelmonat März: Mit 33.018 Neuzulassungen wurde ein Plus von 27,2 Prozent erzielt – zugleich der höchste März-Wert seit 2018. "Im März 2026 hat der Neuwagenmarkt in Österreich stark zugelegt", so Manuela Lenk. Die Neuzulassungen hätten "um mehr als ein Viertel über dem Niveau vom März 2025" gelegen.

Im Detail entfielen im März 37,2 Prozent auf Benzin-Hybride, rund ein Viertel auf Elektro-Pkw (24,9 %) sowie Benzin-Pkw (24,8 %). Diesel-Fahrzeuge kamen lediglich auf 8,9 Prozent Marktanteil. Blickt man aufs Modellranking, findet sich mit dem Tesla Model Y ein Elektroauto auf Platz 1.

  1. Tesla Model Y (1.057 Neuzulassungen; 3,2 Prozent)
  2. Skoda Octavia (783; 2,4 Prozent)
  3. VW Golf (650; 2,0 Prozent)
  4. BMW X1 (617; 1,9 Prozent)
  5. Seat Ibiza (529; 1,6 Prozent)
  6. Skoda Karoq (524; 1,6 Prozent)
  7. Hyundai Tucson (522; 1,6 Prozent)
  8. Skoda Fabia (501; 1,5 Prozent)
  9. Audi Q3 (491; 1,5 Prozent)
  10. Toyota Yaris (474; 1,4 Prozent)

www.statistik.at

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