Globale Bestseller 2025
Das sind die meistverkauften Elektroautos der Welt

2025 konnten reine Stromer die Plug-in-Hybride beim Wachstum erstmals überholen. Dominiert wird die Bestsellerliste von chinesischen Herstellern. An der Spitze bleibt dennoch ein bekanntes Modell.

Nach zwei Jahren, in denen Plug-in-Hybride stärker wuchsen als reine Elektroautos, hat sich das Kräfteverhältnis 2025 umgekehrt. Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) legten laut Daten von EV Volumes (gehört zu JD Power) um 26,7 Prozent auf weltweit 13.697.372 Einheiten zu. Plug-in-Hybride (PHEV) wuchsen hingegen nur noch um 11,1 Prozent auf 7.217.499 Fahrzeuge, nachdem sie im Jahr davor noch um 55,2 Prozent zugelegt hatten. Hauptgrund für diese Entwicklung war die Abschwächung des chinesischen PHEV-Markts, der 70,3 Prozent der weltweiten Verkäufe ausmachte. 

Bei den reinen Stromern blieb China mit 59,1 Prozent Marktanteil dominierend und wuchs um 27,6 Prozent. Die USA verzeichneten unter Präsident Donald Trump dagegen einen Rückgang von 3,9 Prozent, während große europäische Märkte wie Deutschland (+43 Prozent) und Großbritannien (+24,2 Prozent) deutlich zulegten. In Österreich erreichten Elektroautos ein Plus von 35,9 Prozent (LEADERSNET berichtete). Angesichts regulatorischer Änderungen, regionaler Unterschiede und hohen Spritpreisen könnte sich die Dynamik im Jahr 2026 weiter verschieben.

Tesla Model Y bleibt an der Spitze

Das meistverkaufte batterieelektrische Modell war erneut das Tesla Model Y. Mit 1.085.521 ausgelieferten Einheiten blieb es das einzige Elektroauto mit mehr als einer Million Verkäufen und verteidigte seine Spitzenposition, die es seit 2022 innehat. Allerdings ging der Absatz um 7,5 Prozent zurück, wodurch sich der Marktanteil von 10,9 auf 7,9 Prozent verringerte. Ein Großteil der Verkäufe entfiel auf China, gefolgt von den USA, wo rund 30 Prozent der Auslieferungen stattfanden. 

Auf Rang zwei folgt mit dem Model 3 ein weiteres Auto des US-Herstellers. Mit 499.685 Einheiten verzeichnete aber auch die Limousine ein Minus von 5,5 Prozent. Auch hier schrumpfte der Marktanteil auf 3,6 Prozent. China war mit 40,1 Prozent der wichtigste Absatzmarkt, dicht gefolgt von den USA mit 31 Prozent.

Den dritten Platz belegte der Geely Geome Xingyuan, der in manchen Märkten als EX2 angeboten wird. Das Modell, das erst im September 2024 eingeführt wurde, steigerte seine Verkäufe um 800 Prozent auf 473.948 Einheiten und erreichte einen Marktanteil von 3,5 Prozent.

Auffällig ist die starke Konzentration auf den Heimatmarkt: 99,5 Prozent der Verkäufe entfielen auf China. Eine Expansion nach Europa ist für 2026 geplant.

Chinesische Hersteller dominieren Top 10

Insgesamt stammen acht der zehn meistverkauften BEV-Modelle aus China. Der Wuling Mini belegte mit 431.779 Einheiten (+65,3 Prozent) den vierten Platz, gefolgt vom BYD Seagull (409.550 Einheiten, -13,3 Prozent).

Der Xiaomi SU7 erreichte Rang sechs mit einem Plus von 85,3 Prozent auf 258.824 Fahrzeuge. Dahinter folgten der BYD Yuan Up (252.441 Einheiten, +84,2 Prozent) sowie der BYD Dolphin (227.352 Einheiten, +4,6 Prozent).

Der BYD Yuan Plus verzeichnete hingegen einen deutlichen Rückgang um 33,7 Prozent auf 225.133 Einheiten. Den zehnten Platz belegte der Xpeng M03, der mit einem Wachstum von 264,7 Prozent auf 177.150 Fahrzeuge zu den dynamischsten Modellen zählte.

Marke/Modell

Verkäufe 2025

Tesla Model Y

1.085.521

Tesla Model 3

499.685

Geely Geome Xingyuan

473.948

Wuling Mini

431.779

BYD Seagull

409.550

Xiaomi SU7

258.824

BYD Yuan Up

252.441

BYD Dolphin

227.352

BYD Yuan Plus

225.133

Xpeng M03

177.150

Kein europäisches Modell in der Spitzengruppe

Wie die Auswertung zeigt, schafft es kein europäischer Hersteller in die Top 10 der weltweit populärsten Elektroautos 2025. Nicht einmal der Volkswagen-Konzern oder Stellantis verkauften im Vorjahr mehr als 177.000 Fahrzeuge von einem Modell. Insgesamt verzeichneten aber auch die Europäer ordentliche Zuwächse. Und auf unserem Kontinent liegen sie mit ihren Stromern sogar deutlich vor den Chinesen. Letztere bringen aber immer mehr E-Autos nach Europa. Technisch sind sie zumeist ebenbürtig, manchmal sogar besser. Beim Preis unterbieten sie die europäische Konkurrenz teils deutlich, was auch an staatlichen Subventionen liegt, weshalb die EU für Stromer aus China Strafzölle verhängt hat.

www.ev-volumes.com

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV