Laut internationaler Umfrage
Was Österreichs Paare im gemeinsamen Bett am meisten stört

| Larissa Bilovits 
| 12.04.2026

Zwischen dem Bedürfnis nach Nähe und dem Wunsch nach erholsamer Nachtruhe entsteht in heimischen Schlafzimmern oft ein Spannungsfeld. Eine internationale Umfrage zeigt nun, worin sich die Bettgewohnheiten hierzulande von jenen in anderen europäischen Ländern unterscheiden.

Das gemeinsame Bett steht in vielen Beziehungen für Nähe, Vertrautheit und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Gleichzeitig ist das Schlafzimmer auch jener Ort, an dem unterschiedliche Bedürfnisse besonders deutlich werden – etwa beim Schlafrhythmus, beim Wunsch nach Körperkontakt oder auch nach nächtlicher Distanz. Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Galaxus unter 2.663 Personen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich zeigt nun, wie Europas Paare schlafen und woran die Nachtruhe oft scheitert.

Geteiltes Bett, aber nicht überall dieselben Regeln

Ein gemeinsames Bett ist in allen untersuchten Ländern der Normalfall. Deutlich unterscheiden sich die Vorlieben jedoch bei der Bettdecke. Während in Italien und Frankreich vier von fünf Paaren unter einer gemeinsamen Decke schlafen, setzt man im DACH-Raum deutlich stärker auf getrennte Lösungen. In Österreich sowie in Deutschland geben jeweils 60 Prozent an, zwar das Bett, nicht aber die Decke zu teilen. Nur 24 Prozent der Befragten in Österreich schlafen in einem gemeinsamen Bett mit gemeinsamer Decke. Die Schweiz zeigt sich in dieser Frage am vielfältigsten: Dort schläft knapp die Hälfte mit getrennten Decken, rund ein Drittel teilt sich Bett und Decke.

Grafik gemeinsames Bett© Galaxus

Schnarchen ist der größte Störfaktor

Wenn es um nächtliche Belastungen geht, ist die Antwort in allen Ländern eindeutig: Schnarchen nervt am meisten. In Österreich sagen 47 Prozent, dass sie das am gemeinsamen Schlafen stört. Damit liegt das Land zwar etwas unter Deutschland und der Schweiz mit jeweils 54 Prozent sowie Frankreich mit 53 Prozent, aber noch vor Italien mit 45 Prozent. Frauen reagieren darauf deutlich empfindlicher als Männer: In Österreich stören sich 51 Prozent der Frauen am Schnarchen des Gegenübers, bei den Männern sind es 44 Prozent. Generell gilt zudem: Je älter die Befragten sind, desto häufiger wird Schnarchen als Belastung empfunden – in allen Ländern liegen die Über-60-Jährigen hier an der Spitze.

Weitere Störfaktoren fallen deutlich dahinter zurück. In Österreich nennen 18 Prozent einen unruhigen Schlaf des oder der Partner:in als Problem. Weil hierzulande häufiger mit getrennten Decken geschlafen wird, ist auch das Wegziehen der Decke (11%) weniger stark ausgeprägt als etwa in Frankreich oder Italien. Zudem stört es 16 Prozent der Österreicher:innen, wenn der:die Partner:in einen anderen Schlafrhythmus hat.

Nähe ist wichtig, der Wunsch nach Abstand aber ebenfalls

Trotz aller Reibungspunkte überwiegen für viele die positiven Seiten des gemeinsamen Schlafens. In Österreich nennen 61 Prozent Nähe und Kuscheln als größten Vorteil. Besonders stark ausgeprägt ist dieses Bedürfnis bei jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Ebenso wichtig ist vielen das Gefühl von Sicherheit: In Österreich sagen das 53 Prozent. Jede:r Zweite (50%) nennt außerdem Intimität als Pluspunkt, und 57 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ein gemeinsames Bett einfach zu einer Beziehung dazugehört.

Grafik Vorteile gemeinsames Bett© Galaxus

Zugleich zeigt die Umfrage, dass der Wunsch nach Distanz durchaus vorhanden ist. In Österreich würden 10 Prozent sehr gerne getrennt (in einem anderen Raum oder einem eigenen Bett) schlafen, 21 Prozent zumindest manchmal. 69 Prozent möchten dagegen lieber weiterhin im selben Bett schlafen. Auffällig ist vor allem ein Detail: Jeder siebte Mann in Österreich fände eine permanente Bettentrennung attraktiv – das ist laut Erhebung der höchste Wert im europäischen Vergleich.

Die gesamten Umfrageergebnisse können Sie hier nachlesen.

www.galaxus.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV